Bővebb ismertető
EditorialSoviel Brasilien seinen Besuchern auch preisgibt, immer ist es so, als habe sich nur für Sekunden ein kleines Guckloch geöffnet. Jeder Happen erlebter Schönheiten erzeugt unstillbaren Appetit auf mehr: palmenbesetzte, endlose Sandstrände, in tausend Grünschattierungen leuchtende Regenwälder, im Morgendunst schlummerndes Bergland oder ehrwürdig versteinerte Stadtkulissen früherer Jahrhunderte. Brasilien, die sanfte Hälfte Südamerikas mit einer Natur- und Kulturvielfalt unfaßbarer Ausdehnung ohne schroffe Gebirge und harte Gesten, ist ein Land, das sich dem Besucher offen und ohne Widerstände zeigt.Die Anmut, mit der sich die geschmeidigen Palmen im Passat biegen, die Schönheit der zart gesponnenen Urwaldteppiche und die Harmonie lange-streckter Hügelwellen der Savannen finden sich in der Toleranz, Sanftmut und Melancholie der Menschen wieder. Üppig, heiß und lebendig wie die Natur ist ihre Lebenslust. Das Gefühl ungezwungener Lässigkeit durchströmt die vollen Straßen und Plätze in Stadt und Land. Freundschaft und Gruppensinn gehören zum Alltag wie die Luft zum Atmen. Mit dem warmen Tropenwind weht dem Fremden freundliche Hilfsbereitschaft und Interesse entgegen.Die Körpersprache durchbricht Abstände und spricht lauthals in Umarmungen, Küssen und Schulterklopfen. Weiches brasilianisches Portugiesisch begegnet den fremden Ohren wie ein melodischer Gesang, eine aus der Seele gehauchte Klangwelt ohne spröde und beherrschende Laute. Sollten schwierige Situationen entstehen, so zieht der Brasilianer Lösungen im guten vor. Lieber geht er einen Schritt zur Seite und macht zunächst Unmögliches doch möglich.Der AutorStefan U. Mühleisen(geb. 1962), Journalist und Dipl.-Geograph, kennt Brasilien von zahlreichen Studienreisen und einem längeren Projektaufenthalt deutsch-brasilianischer Zusammenarbeit. Die Schwerpunkte seiner Beiträge in Zeitschriften und Zeitungen: Umwelt, Unternehmen, Reise und Touristik.Í' . 4 Polyglott