Bővebb ismertető
Einführung
Als der »BLV Tier- und Pflanzenführer für unterwegs« 1989 zum ersten Mal erschien, ahnte wohl niemand, daß er sich zu einem der erfolgreichsten Naturbücher entwickeln würde. Zurückzuführen ist dieser Erfolg auf das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis und die - wie von Lesern immer wieder bestätigt wurde - ebenso einfache wie schlüssige Konzeption, die dem Laien die Benutzung leicht macht. Gelobt wurde auch die weitgehend repräsentative Artenauswahl, der jedoch bei einem Buchumfang von 400 Selten Grenzen gesetzt waren. Nach 10 Jahren liegt nun diese Jubiläumsausgabe des bewährten Begleiters in die Natur vor. Sie wurde wo nötig aktualisiert, entspricht aber sonst der 1996 erschienenen Neuausgabe. Damals hatte das Buch deutlich an Umfang und Inhalt zugelegt: 560 Seiten mit 771 Pflanzen- und Tierarten auf nahezu 900 Farbfotos. Erweitert wurde einerseits generell (mehr Arten), anderseits bezüglich der abgedeckten Lebensräume (Küsten- und alpine Arten kamen hinzu). Darüber hinaus findet man als kleinen zusätzlichen »Service« eine Auswahl von Schmetterlingsraupen und Vogelgelegen. Sicher wird auch diese Ausgabe manchen Wunsch offenlassen. So wird der Blumenliebhaber einiges nicht finden, der Pllzfreund vieles vermissen, der Insektenspezialist diverse Arten vergeblich suchen - um nur Beispiele zu nennen. Aber dies ist ein Buch für alle Naturfreunde, das keine Spezialwerke ersetzen kann und will.
Die Benutzung des Buches ist denkbar einfach. Die einzelnen Gruppen sind systematisch geordnet, mit grafischen Symbolen gekennzeichnet und so auch bereits im Inhaltsverzeichnis zu finden. (Die Systematik versucht die natürliche Verwandtschaft der Pflanzen bzw. Tiere darzustellen.) Die Gruppen selbst sind aber auch nach Auffälligkeiten und nicht nur streng systematisch gegliedert. Sie werden im Folgenden charakterisiert und dadurch sind auch die in den Texten vorkommenden Fachausdrücke erklärt.
Pflanzen
Pilze
Etwa ein Drittel aller Pflanzenarten der Erde sind Pilze. Sie besitzen kein Blattgrün (Chlorophyll), und entziehen humusreichen Böden oder dem Holz abgestorbener Bäume organische Nährstoffe. Neben einzelligen Formen haben die meisten Arten einen Vegetationskörper aus Zellfäden (Hyphen), die ein meist reich verzweigtes Geflecht (Mycel) bilden. Bei unseren höheren Pilzen entstehen Fruchtkörper (»Pilzhüte«) aus dicht zusammengeschlossenen Hyphen, die aus dem Boden herauswachsen. In der Fruchtschicht der Hutunterseite, die zur Ober-
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