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Christian Rohlfs war 78 Jahre, als ihm sein Arzt riet, im Síiden zu leben. Rohlfs war nie im Tessin oder in Oberitalien gewesen. Als er zum ersten Male nach Ascona fuhr, tat er es mit Vorbehalt — er hatte Angst vor zuviel »Süfie« dort — und die ersten Wochen vergingen in Versuchen, zu der spáter so geliebten Landschaft Zugang zu finden.
Im Saleggi, der mit Birken und Gebüsdi durdisetzten Maggia-Niederung, die uns an norddeutsche Flufiwiesen erinnerte, fühlte er sich zuerst wohl; dann eroberten ihn die Blumen, vor allém die grofie Magnolie von San Materno und die Lotosblüten. Fahrten in die Taler mit den chinesisch anmutenden Felslandschaften und Wasserfállen, altén Kirchen und Burgen, Dörfern und römischen Brücken bezauberten ihn.
Im dritten Ascona-Jahr machte uns der Schweizer Sánger Meili auf die eben vollendete Casa Margót aufmerksam, die auf einer Landspitze unterhalb der Strafie hart am See liegt. Sie wurde für