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Felder dehnten sich hin, gelbend und reifend unter der Sonne, grüne Wiesen breiteten Samt zwischen die wogenden, unruhigen Ähren, und staubweiße Straßen liefen durch das ebene Land, gerade, weithin, ohne Schatten. Aber es gab ein paar Wälder, die zum Dorfe St. Martin gehörten und in die man kam, wenn man den Hügelrücken im Osten überstieg. Auf dem Hügel, der jenseits steil und felsig, gegen das Dorf hin mit sanften Rebgärten abfiel, stand das Schloß, in dem der Baron Robert de la Tour wohnte.
Das Dorf hatte etwas Verschlafenes. Ein Fremder würde da vor Langeweile gestorben sein. Aber die Bewohner fühlten sich wohl, und selbst der Baron hatte eine stille Liebe für den losen Häuserhaufen mit den roten Ziegeldächern und den schwarzen Schindelfirsten, unter denen er fast so heimisch war wie in seinen eigenen hohen Zimmern, vielleicht weil sie und ihr Leben einen so großen Gegensatz zur Hauptstadt bildeten, wo de la Tour Morgen und Mittag seines Lebens verjubelt hatte. Die von St. Martin standen in einem seltsamen Abhängigkeitsverhältnis zu dem Baron. Das Volksselbstbewußtsein war hier noch nicht erwacht. De la Tour, ein schwerreicher Mann, der trotz seiner Lust und Kunst, das Leben zu genießen, seinen großen ererbten Besitz gemehrt, hatte es verstanden, durch klug geübte Wohltätigkeit, Hilfsbereitschaft und Verständnis für ihre Art über einen Großteil seiner Bauern Gewalt und