Bővebb ismertető
Vorwortvon Prof. Dr. med. Werner ZabelEine Biographie Bircher-Benners war schon lange eine dringende Not-wendigkeit. Sie mufí auf alle Arzte, die nach einem wahren Arzttum streben, zu einem wesentlichen Erlebnis werden, denn dieser Lebensauf-trag, der von Bircher-Benner erfüllt wurde, zeigt den Weg des im Letzten gegründeten Arztes.Wir sind heute so gewöhnt, die Arbeit an Einzelergebnissen in der Medizin, wenn diese über das Übliche hinausreicht, schon als etwas Wesentliches anzusehen und kommen daher nur zu leicht in die Ver-suchung, bewundernswerte, wissenschaftliche Leistungen in der Medizin auch schon als Offenbarung grófién Arzttums hinzunehmen. Dabei gehen die Mafistábe wahren Arzttums immer rnehr verloren. Diese Umwertung der Mafistábe ist vor allém für die heranwachsende Arztgeneration von erschreckender Wirkung. Ob sie will oder nicht, wird sie schon in der wissenschaftlichen Leistung, vor allém, wenn sie sich über den Durch-schnitt erhebt, das Wesentliche des Arzttums sehen.Wer diese Biographie Bircher-Benners liest, wird erkennen, was Arzttum in der heutigen Zeit eigentlich bedeuten sollte. Es verlangt ein Be-kennertum dem gegenüber, was erkannt wurde, und es bedeutet noch viel mehr: ein Leben nach dem Erkannten.So, wie die Verháltnisse unserer Zivilisation heute Hegen, wandelt sich das Bild des Arztes immer mehr in dem Sinne, dafi vom Arzt verlangt wird, dafí er Erzieher seiner Kranken werde. Dieses Erziehersein erfor-dert von ihm den Einsatz seiner gesamten Persönlichkeit, denn die ein-zigste Möglichkeit der Erziehung ist das eigene Beispiel. Ein Arzt, der auf seinem Lebenswege diesen Richtlinien folgt, wird bald erieben, dafi ihm táglich neue Widerstánde, ja Anfeindungen begegnen. Hier wird eine wahre Furchtlosigkeit gefordert; eine Furchtlosigkeit vor den Menschen, ihren Gewohnheiten, falschen Heiligtümern und verzerrten Mafistaben.Dies alles hat Bircher-Benner vorgelebt, und er konnte es nur vorleben, weil die tiefsten Quellen all seines Handelns aus der Liebe kamen, aus