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LOTHAR GASSMANN
In seiner Schrift "Worum es eigentlich geht. Protokoll einer Verurteilung"' feßt der imistrittene Paderbomer Theologe und Psychotherapeut Eugen Drewermaim sein Programm folgendermaßen zusammen: "i4/io plädiere ich fiir eine Kombination von existentialer Hermeneutik (im Sinne Rudolf Bultmanns) und Tiefenpsychologie" (im Gefolge C.G. Jungs)^. Entscheidend ist für Drewermann nicht, ob die Dinge wirklich historisch so geschehen sind, wie die biblischen Schqflen sie berichten. Entscheidend ist fiir ihn, daß sie sich - als individuelle "geschichtliche Erfahrung" - in der Seele des heutigen Menschen ereignen und für ihn zur Realität werden.
Demgegenüber bleibt mit dem Erlanger Systematiker Walter Künnethi^ festzuhalten: "Kein Aktum ohne Faktum!" Keine Bedeutung für die Gegenwart ohne
heilschaffaide Wirklichkeit in der Vergangenheit! Odo* eiiiLu:her formuliert: Wenn Jesus nicht den Stuim auf dem See Ge-nezareth gestillt hat - wie sollte er dami die Macht haben, den Sturm in imserer Seele zu stillen? Wenn Jesus nicht wirklich von den Toten auferstanden ist, - wie sollte er uns dann dem Rachen des Todes oitreißen?
Die folgende Gegenüberstellung zeigt, daß der "Hofi&iungsträger" Eugen Drewermann die Menschen in lüeHoffiiungslosig-keit fuhrt, weil er sie letztlich mit ihren Problemen allein läßt. Denn wie sollte ein "Jesus" nach der Vorstellung Drewermanns den Menschen helfen körmen - ein "Jesus", der nicht von einer Jungfrau geboren ist, der nicht Gottes Sohn ist, der keine Wunder getan hat, der nicht am Kreuz stellvertretend für uns gestorben ist, der nicht auferstanden und zum Himmel ge-¦ fahren ist - und der folglich auch nicht wiederkommt, um uns in sein himmlisches Reich zu holen?!
Gott sei Dank: Dieser falsche ' 'Jesus'' Drewermanns ist nicht der Jesus der Bibel! Den wahren Jesus lernen wir kennen, wenn wir die Bibel selber befiagen. Welcher Abgrund zwischen beiden Sichten klafft, ergibt sich aus folgender Gegenüberstellung:
1 München, 3. Aufl. 1992; daraus alle folgenden Zitate.
2 (S. 100). Eingeklammerte Zusätze von L. G.
3 "Theologie der Auferstehung", Gießen/Basel, 6. Aufl. 1982._
¦ Diese Gegenüberstellung ist auch als Faltblatt erschienen und kann gegen eine Unkostenbe-teiligung von DM 1.- für je 10 Exemplare bezogen werden vom Theologischen Konvent, Stiffiirtstr. 5, D - 72074 Tübingen. ^