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Im Juni 1987 fuhr Hester Blake nach London. Auf dem Rücksitz des Wagens saßen ihre zwei jüngeren Kinder, die vierjährige Giselle und der ein Jahr alte Daniel. Sie waren auf dem Weg zu Hesters Freundin Ann Armitage, in deren Haus eine in gewissen Kreisen gerade sehr geschätzte Dame zum Thema >Das Recht der Frauen auf Selbstbestim-mung< sprechen würde.Ich nehme einen Urlaubstag, hatte Ann am Telefon erklärt. Dann können wir uns während der Woche treffen, wenn die Männer nicht da sind. Du mußt auf jeden Fall kommen; es ist ungeheuer wichtig, etwas gegen diese ganze Anti-Abtreibungs-Hysterie zu tun. Und ich garantiere dir, daß du Merle Shaw sehr anregend finden wirst.Aber was mache ich mit den Kindern? hatte Hester eingewandt. Rose ist den ganzen Tag in der Schule, jedoch Giselle nur ein paar Stunden am Vormittag. Und Daniel ist im Moment sehr anhänglich.Bring sie mit, hatte Ann erwidert. Viele kommen mit ihren Kindern. Es sind Ferien, so daß zwei meiner Söhne zu Hause sind und auf die Kleinen aufpassen können. Die Armitages hatten eine linksliberale Einstellung, und Anns Ehemann Byron mühte sich an einer Gesamtschule im Norden Londons mit der Erziehung von Kindern aus einfacheren Schichten ab; trotzdem hatte Ann entschieden, ihre eigenen drei Söhne nach Beendigung der Mittelschule auf eine Privatschule mit Internat zu schicken.Sebastian ist in Thailand, hatte Ann hinzugefügt, und der Stolz auf ihren Ältesten war deutlich zu hören.Während Hester den Wagen durch Londons Straßen lenkte, gab sie ihrer vierjährigen Tochter Verhaltensmaßregeln.Liebling, du mußt ein braves Mädchen sein. Ich werde bei den anderen Müttern sitzen und der Rede einer Dame zuhören.