Bővebb ismertető
Es ist auffallend, wie viele sich in der Situation von heute an die áltesten Worte der christlichen Tradition erinnern. Ist die Bergpredigt vielleicht doch wörtlich zu nehmen - sogar und gerade im politischen Bereich -, wenn die Selbstvernichtung der Menschheit verhindert werden soll? Erstaunlich schnell formiert sich eine weltweite Friedensbewegung gegen den Irrsinn atomarer Auseinandersetzung. Bei vielen Menschen, vor allém jüngeren, hat ein Umdenken eingesetzt. Es überrascht, wie sehr ein evangelischer Pfarrer in Berlin mit einem katholischen Erzbischof in den USA übereinstimmt; wie beide unabhángig voneinander die Bergpredigt in die gleiche Richtung interpretieren und zur Grandlage christlichen Handelns machen. Die Reizpunkte der Bergpredigt Jesu werden zu Ansátzen einer neuen Menschlichkeit. Armut, Gewaltlosigkeit, Barmherzigkeit, Frieden stiften, Verfolgung auf sich nehmen, die andere Wange hinhalten, den Feind lieben: all diese unverstandenen, für die meisten totál verstaubten Vorstellungen und Haltungen sind auf einmal hochaktuell und erweisen sich als ernstzunehmender Ausweg aus einer wahrhaft apokalyptischen Bedrohung. Man muB - neben einer sachgerechten Auslegung - nur die Spannungsherde, die uns umgeben, mit ihnen konfrontieren: «Wenn dich einer auf die rechte Wange schlágt, dann biete ihm auch die andere dar.» - «Wenn einer neue Raketen auf dich richtet, dann zeige ihm, dafi du auch deine bereits stationierten abbauen willst.» Von daher kommen sowohl Borné wie Hunthausen zur Forderung einseitiger Abrüstung als Aufbrechen des Teufelskreises. «Bergpredigt und Frieden» zeigt, wie das im kleinen wie im grófién gilt. Erzbischof Hunthausen ist vor allém bekanntgeworden durch seine 50prozentige Steuerverweigerung. Er wollte damit ein prophetisches Zeichen setzen, das zeigen soll, wie überlebensnotwendig es geworden ist, Widerstand gegen den Wahnsinn der atomaren Rüstungsspirale zu leisten.