Bővebb ismertető
Kleines Land im Schatten großer Geschichteer Name ist irreführend, genaugenommen eine geographische Mogelpackung, eigentlich reichlich übertrieben: Denn das Bergische Land hat seinen Namen eben nicht von den Bergen, denn dann müßte es ja, sprachlich korrekt, bergig" heißen - und das ist es keinesfalls. Höchstens hügelig, und auch das nicht einmal überall. Bergisch heißt diese Region, weil das einstige Herrschergeschlecht von Berg" hieß. Den Namen gab sich die Familie nach dem ersten Wohnsitz, in dem sie sich um die Jahrtausendwende am Ufer des Flüßchens Dhünn niederließ und den sie Berg" nannte. Wie diese Behausung aussah, darüber ist heute nicht mehr viel bekannt, aber sie war nicht allzu komfortabel und eindrucksvoll - feucht und finster waren damals die Gemäuer. Und niemand konnte damals ahnen, daß hier das Stammhaus eines einflußreichen Adelshauses entstanden war, eines Geschlechtes, das in den kommenden Zeiten Geschichte machte. Der Stammsitz wurde denn auch bald aufgegeben, als Macht und Einfluß derer von Berg durch Kriege, Heirat und kluge politische Geschäfte immer größer wurden. Wahrscheinlich entsprach er nicht mehr den Ansprüchen der mächtiger gewordenen Sippe. Der Orden der Zisterzienser übernahm die Liegenschaft und baute sie im Laufe der Zeit zu Kloster und Kirche aus. Heute stehen dort der Dom unddie Abtei Altenberg. Vom Stammsitz derer von Berg ist nichts mehr zu sehen. Die Familie zog damals von der Dhünn an die Wupper, einige Kilometer weiter hinein ins Bergische Land. Sie erbaute ein Schloß auf einer Klippe hoch oberhalb des Flusses in der Nähe der heutigen Stadt Wermelskirchen. Um die Burg bildete sich ein Ort, der heute Burg an der Wupper heißt und ein Stadtteil von Solingen ist. Der neue Stammsitz bekam den Namen Schloß Burg". Die Feste lag sicher und für Feinde praktisch uneinnehmbar hoch auf dem Felsen über dem Fluß. Neue Besitztümer waren von hier aus schneller zu erreichen, außerdem dürfte das Schloß weitaus prächtiger und repräsentativer gewesen sein als der Sitz an der Dhünn. Im 14. Jahrhundert, nachdem König Wenzel den Grafen von Berg zum Herzog gemacht und dieser seine Residenz nach Düsseldorf verlegt hatte, verlor die Festung an Bedeutung und diente nur noch als Jagdschloß. Am Ende des Dreißigjäh-rigen Krieges wurde sie schließlich zerstört, die Trümmer wurden als Steinbruch genutzt. Erst im vorigen Jahrhundert begann der Wiederaufbau.So, wie das Schloß heute dasteht, hat es wohl damals, zu den Glanzzeiten des Bergischen, nicht ausgesehen: Der heutige Bau spiegelt eher die romantisierenden Vorstellungen des 19. Jahrhunderts als den ursprünglichen Zustand wider. Trotzdem ist das Schloß heute die Attraktion des BergischenOb er so und nicht anders aussah - der Neandertaler? Anhand der 1856 zwischen Erlcrath und Mettmann gefundenen Knochenreste, die der Wuppertaler Oberlehrer und spätere Professor Carl Fuhlrott als die eines urzeitlichen Menschen identifizierte, hat der Stuttgarter Bildhauer Hermann Friese diese Nachbildung gcschaffcn.