Bővebb ismertető
Vorwort
/. Gemeinschaft und Freiheit
1. Ist Gemeinschaft befreiend?
Unter Freiheit versteht man häufig die MögHchkeit, zu tun und zu lassen, was man will, frei von jeder Bindung und jedem äußeren Zwang. Die „Neuzeit" ist geprägt von der Leidenschaft, sich aus jeder Bevormundung zu lösen und ein „mündiger" Mensch zu werden. Es gilt, die eigene „Persönlichkeit" zu entfalten und so sich selbst zu verwirklichen. Die sogenannte „Aufklärung" fordert deshalb die Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse, der Selbstbestimmung und persönlichen Unabhängigkeit: Jeder Mensch habe das Recht, selbst Ursache seiner Handlungen zu sein und nach seinen eigenen Zielsetzungen zu leben. So kommt es, daß viele nach dem Grundsatz handeln: Ich bin von niemandem abhängig, außer von mir selbst.
Dieser Forderung nach Selbstbestimmung steht jedoch entgegen, daß jeder dieses Streben hat, und ein Gebrauch der so verstandenen Freiheit nur in einem eingeschränkten Sinne möglich ist. In dem Recht, die eigene Freiheit zu gebrauchen, müssen alle gleich sein, und deshalb muß diese Gleichheit auch kontrolliert werden. So kommt es notwendig zu einem Entzug der totalen Selbstbestimmung durch die Gesellschaft, durch von außen her auferlegte Pflichten und damit auch durch Zwänge. Dies gih nicht nur für das organisierte Zusammenwirken von Menschen innerhalb der „Gesellschaft", sondern auch im Hinblick auf die personalen UrBeziehungen in der Familie.
Der tiefere Grund für diese Notwendigkeit äußerer Zwänge ist die Angst eines jeden einzelnen, in der Befriedigung seiner Bedürfnisse von anderen eingeschränkt zu werden. Diese Angst führt zu immer tieferer Isolierung und zum Willen, sich in jedem Falle