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ERSTER TEIL Dschingis-Khans VermächtnisWenn YLummer so starken Rauch entwickelte wie Feuer, so wäre die ganze Welt in Rauch gehüllt.(Schahid aus Balch, XIII. Jh.)IN DER BEHAUSUNG EINES MORGENLÄNDISCHEN CHRONIKSCHREIBERSEine braune hagere Hand führte flink die Rohrfeder über ein schmales Blatt Papier. Halblaut überlas der Fakih noch einmal die Zeilen, die sich in schöner arabischer Zierschrift untereinanderreihten. Stille herrschte in der Hütte, und wie ein Widerhall des eintönigen Gemurmels, das aus dem Munde des Lesenden kam, rauschte draußen unaufhörlicher Regen ebenso eintönig auf das Schilfdach der Hütte nieder.Durch Befragung aller darum Wissenden wollte ich Dschingis-Khans Vermächtnis in Erfahrung bringen, doch das Unglück brach über mich herein. In Buchara wurde ich von den heiligen Imamen ergriffen Sie erklärten, ich sei ein großer Sünder, der Allah nicht die ihm gebührende Ehre gäbe, und sperrten mich in einen abscheulichen Eisenkäfig ein, so niedrig, daß ich mich nicht darin aufrichten konnte. Die Kleider verfaulten mir am Leibe, und ich knotete mühsam die Enden der Fetzen aneinander. Einmal am Tage goß der Gefängniswärter mir trübes Wasser in eine Holzschale, doch meistens vergaß er es. Dann und wann brachte er einen gefesselten Sklaven mit, der schimpfend den verunreinigten Boden m,eines Käfigs mit einem Schaber säuberte. Die Verwandten anderer Gefangener blieben voll Entsetzen vor meinem Käfig stehen und starrten mich schaudernd an: war ich doch ein von den heiligen Imamen Verfluchter, ein zu ewiger Verdammnis Verurteilter, den seine Strafe schon hier auf Erden ereilt hatte und auch noch nach dem Tode treffen würde, wo das ewige Feuer seiner harrte "