Bővebb ismertető
vorwortDies ist ein Bucii über einen Mann - einen außergewöhnlichen Mann der vielleicht nicht so außergewöhnlich geworden wäre, hätte er nicht in außergewöhnlichen Zeiten gelebt. Man kann keine Biographie schreiben, ohne die sozialen, wirtschaftlichen und pohdschen Hintergründe und die Zeit, in der die betreffende Person lebte, zu berücksichtigen, doch im Falle des Augustus stellen sich besondere Probleme. Trotz seines Talents zur Selbstdarstellung weiß man nur wenig über seinen Charakter. Zwar zeigen ihn eine Fülle von Porträts, die meisten zeitgenössisch, einige voller Ehrfurcht und posthum entstanden, doch in all diesen Porträts erscheint er als ewig jung und voller Lebenskraft, niemals durfte er altern, selbst dann nicht, als er die Siebzig erreicht hatte. So wurde die wahre Person absichtlich verschleiert, abgeschirmt vor den kritischen Augen der Öffentlichkeit durch eine inszenierte Fassade, die zwar nicht unbedingt falsch, jedoch auf die jeweiligen Umstände zugeschnitten war und entsprechend angeglichen wurde, wenn die Umstände sich änderten. Das lange Leben dieses Mannes selbst sowie sein früher Eintritt in das politische Leben sind ein sicherer Hinweis darauf, dass es sich bei diesem Mann um einen Großen handeln muss. Dies wird verstärkt durch die Tatsache, dass Octavian-Augustus nicht schlicht nur innerhalb bestehender Kulissen oder klar definierter Grenzen der politischen Entwicklung des Staates agierte - vielmehr verkörperte Augustus während des Großteils seines Lebens selbst diesen Staat. Das bedeutet, dass in diesem Fall eine Biographie notwendig auch die Geschichte der Umwandlung der RepubUk in ein Imperium beschreiben muss - eine Aufgabe, die viele Jahre und mindestens 20 Bände in Anspruch nehmen würde, wollte man sie angemessen erfüllen. Eine vollständige Diskussion aller Themen in einem Band ist unmöghch und würde sich als monoton oder sogar irreführend erweisen. Denn wie schon das Sprichwort sagt: L'art d'ennuyer est l'art de tout dire", ein Satz, der in seiner Übersetzung zwar etwas von seinem Esprit verhert, jedoch nichts von seinem Sinn: Der beste Weg, die Leute zu langweilen, ist, alles zu sagen."Die Zahl der modernen Literatur ist überwältigend - etwa 250 Titel in einer Bibhographie aus den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts, und seither ist die Zahl enorm gestiegen. Die meisten Studien und Bücher, die sichiI