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I.Die Dunkelheit stand steif und schwer in dem großen Schlafsaale. In dem Gemäuer des alten Schlosses knisterte noch die Stille der Nacht. Irgendwo aus der Finsternis hervor tickte geschäftig in eilender Hast eine Uhr. Die Zartheit des Tones verriet das feine französische Getriebe.Lautlos drehte sich eine der schweren Eichentüren in ihren wohlgeölten Angeln. Unhörbar huschte ein Schritt über das glatte Parkett. Gespenstisch öffnete sich ein Lichtspalt, der sich mählich verbreiterte. Vorsichtig zog der Kammerdiener die Damastvorhänge vor den Fenstern zurück, dem Licht nur langsam Bahn gebend, daß es den Schläfer nicht jählings blendend überfalle.Wie ein Glockenspieler huschte der Lakai behende von einem der vier Fenster zum andern, hier die Schnüren ziehend, dort die Schnüren ziehend, daß der strahlende Julitag wie eine aufglühende Morgendämmerung ins Zimmer flammte.Dann lag das Gemach im warmen Glänze des Sommertages. Durch die hohen, vom Fußboden zur Decke aufsteigenden Fenster jubelte in goldenem Triumphe die Sonne herein, irrlichterte auf dem farbigen Brokat der Applikationsstickereien der Pilaster und Borden, saugte sich seidig ein in die grüne Samtbekleidung der Wände, tanzte flirrende Reigen auf der reichen Goldornamentik der Hohlkehlen des Simses, nickte sich übermütig zu in denSchiroka.uer, Ai:gust der Starke.1