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Wir leben ja alle in der »Instant«-Zeit — im Zeitalter der Augenblicklichkeit. Clevere Chemiker haben den Instant-Kaffee erfunden, demonstrierende Studenten schreien mit Kinderstimmen: »Wir wollen die Welt, und wir wollen sie sofort!«, und die Staffords haben den Instant-Kxdich erfunden, der sich ohne Grund und ohne Ursache vom Zaun brechen läßt.
Unsere Ehe trudelte dem Scheitern zu, und wir wußten es beide. Die Reibungshitze wurde immer unerträglicher. An diesem Montagmorgen, als alles anfing, wertete Gloria eine behutsame Anfrage nach ihrem Wochenendzeitvertreib aufmüpfig als ungehörige Einmischung in ihr Privatleben. Ein Wort gab das andere. Ich fühlte mich schon ziemlich geschlaucht, als ich in die Firma kam.
Joyce Godwin, meine Sekretärin, empfing mich mit einem strahlenden: »Guten Morgen, Mr. Stafford!«
»Morgen«, brummte ich verschnupft und knallte die Tür meines Büros hinter mir zu. Und dann war ich sauer auf mich selbst. Ein mieser Chef, der seine Launen am Personal ausläßt, und das hatte Joyce nicht verdient. Ich knipste die Sprechanlage ein. »Kommen Sie doch mal rein, Joyce.«
Sie kam mit ihrer Sekretärinnenausrüstung, Stenoblock und spitzen Bleistiften. Ich sagte: »Tut mir leid, Joyce. Aber ich fühl mich nicht besonders heute morgen.«
Sie verzog die Lippen zu einem angedeuteten Lächeln. »Kater?«
»So was Ähnliches. Der Sieben-Jahres-Katzenjammer«, gab ich zu. »Wo brennt's denn heute morgen?«
»Mr. Malleson möchte wegen der Gesellschafterversammlung heute nachmittag mit Ihnen sprechen.«
Ich nickte. Die Gesellschafterversammlung der Stafford-Sicherheits-Beratungs-GmbH war eine reine Rechtsformalität: Da saßen dann drei erwachsene Männer in einem Penthouse über der City und teilten untereinander Gewinne auf. Ein Finanzwitz. »Sonst noch was?«