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VORBEMERKUNG ZUR ZWEITEN AUFLAGEUnsere Ausgabe der Hegelschen Vorlesungen über die Ásthetik ist seit ge-raumer Zeit vergriffen. Die anhaltende Nachfrage nach átesem. Werk hat den Verlag und den Herausgeber dazu veranlafit, diese neue Auflage zu veranstal-ten.Man darf sagen, dafi sich sosvohl die Textgestaltung wie das Register der ersten Auflage bewáhrt habén, so dafi nur kleinere Korrekturen erforderlich schienen. Bei der Durchsicht des Textes für die neue Auflage konnten einige Druckfehler berichtigt werden; der besseren Lesbarkeit...
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VORBEMERKUNG ZUR ZWEITEN AUFLAGEUnsere Ausgabe der Hegelschen Vorlesungen über die Ásthetik ist seit ge-raumer Zeit vergriffen. Die anhaltende Nachfrage nach átesem. Werk hat den Verlag und den Herausgeber dazu veranlafit, diese neue Auflage zu veranstal-ten.Man darf sagen, dafi sich sosvohl die Textgestaltung wie das Register der ersten Auflage bewáhrt habén, so dafi nur kleinere Korrekturen erforderlich schienen. Bei der Durchsicht des Textes für die neue Auflage konnten einige Druckfehler berichtigt werden; der besseren Lesbarkeit wegen wurden samt-liche Werktitel in Anführungszeichen gesetzt; au/ierdem sind bei Substanti-ven, Adjektiven und Verben, deren Endung in der Kurzform (mit elidiertem e) erscheint, die vollen Formen eingeführt worden. Diese Veranderung láfit sich damit begründen, dafi unsere Druckvorlage ja nicht die Schreibweise Hegels, sondern die Hothos fixiert. Für die Ausführung dieser Textarbeiten bin ich Herrn Gotthard Erler zu Dank verpfliehtet.Eine Anderung des Kurztitels, unter dem sich diese Ausgabe eingeführt und durchgesetzt hat, erschien nicht zweckmafiig, obwohl dieser Titel von dem-jenigen abweicht, den unsere Textvorlage, die Hothosche Bearbeitung von 1842, tragt und den wir deshalb auch als Titel auf S. 11 bringen. Immerhin hat Hegel seine Vorlesungen nicht als Vorlesungen über die Ásthetik" ange-kündigt, sondern unter dem Titel des Sachgebietes, dem sie gewidmet waren, alsó als Philosophie der Kunst" oder eben als Ásthetik" (vgl. S. 13). Auch die beiden Vorlesungsnachschriften, auf die sich Hotho hauptsachlich stützte, weisen derartige überschriften aus. Von dorther ist unser Kurztitel auch histo-risch legitimiert.Gedndert hat sich das aufiere Gewand des Buches, und diese Veranderung dürfte der Leser wohl begrüfien. Formát und Umfang der Ausgabe von 1955 machten diese unhandlich; ein kleineres Formát und eine Aufteilung in zwei Bánde erwiesen sich als praktischer. Von einer Einführung habén wir abge-sehen. Hegels Ásthetik ist heute bei uns in ihrer Bedeutung, ihrer Grundkon-EINLEITUNGDer erste Teil unserer Wissenschaft betraf den allgemeinen Begrif! und die Wirklichkeit des Schönen in Natúr und Kunst: das wahre Schöne und die wahre Kunst, das Ideál in der noch unentwickelten Ginheit seiner Grund-bestimmungen, unabhángig von seinem besonderen Inhalt und seinen unter-schiedenen Erscheinungsweisen.Diese in sich gediegene Einheit des Kunstschönen entfaltete sich zweitens in sich selbst zu einer Totalitat von Kunstformen, deren Bestimmtheit zugleich eine Bestimmtheit des Inhalts war, welchen der Kunstgeist aus sich selbst zu einem in sich gegliederten System schöner Weltanschauungen des Göttlichen und Menschlichen hervorzubilden hatte.Was diesen beiden Spharen noch abgeht, ist die Wirklichkeit im Elemente des Au/ierlichen selber. Denn obschon wir sowohl beim Ideál als solchen als bei den besonderen Formen des Symbolischen, Klassischen und Romantischen stets von der Beziehung oder vollstandigen Vermittlung der Bedeutung als des Inneren und ihrer Gestaltung im ÁuBeren und Erscheinenden sprachen, so galt doch als diese Realisierung nur die selbst noch innere Produktion der Kunst im Kreise der allgemeinen Weltanschauungen, zu denen sie sich auseinander-breitet. Indem es nun aber im Begriff des Schönen selber liegt, sich als Kunst-werk auBerlich für die unmittelbare Anschauung, für die Sinne und sinnliche Vorstellung objektív zu machen, so daB das Schöne nur durch dies ihm selber zugehörige Dasein erst wahrhaft für sich selber zum Schönen und zum Ideál wird, so habén wir drittens noch diesen Kreis des im Elemente des Sinnlichen sich verwirklichenden Kunstwerks zu überschauen. Denn erst durch diese letzte Gestaltung ist das Kunstwerk wahrhaft konkrét, ein zugleich reales, in sich ab-geschlossenes, einzelnes Individuum.Den Inhalt dieses dritten Gebietes der Xsthetik kann nur das Ideál aus-machen, da es die Idee des Schönen in der Gesamtheit ihrer Weltanschauungen ist, welche sich objektiviert. Das Kunstwerk ist deshalb auch jetzt noch als eine in sich gegliederte Totalitat zu fassen, doch als ein Organismus, dessen Unter-

Termékadatok

Cím: Ästhetik I-II. [antikvár]
Szerző: Georg Wilhelm Friedrich Hegel
Kiadó: Aufbau-Verlag
Kötés: Vászon
Méret: 150 mm x 220 mm
Georg Wilhelm Friedrich Hegel művei
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