Bővebb ismertető
Asien - welcher Name hatte für diesen gröBten Kontinent der Erde gerade heute gröBere Bedeutung als diese Bezeichnung, die sich von dem assyrischen Wort für Sonnenaufgang, Morgenland herleitet! Namen aus der Geschichte werden lebendig: MohendschoDaro, uraltes Kulturzentrum im Indus-Tal; Peking im „Reich des Himmels", dessen hohe Kultur eine gewaltige Mauer vor fremden Völkern schützen sollte; Babylon, antiké Weltstadt im Zweistromland; Bagdad, um dessen Kalifen Harun al Raschid sich die Márchen aus 1001 Nacht ranken; Karakorum, geheimnisvolle Residenz des Dschingis-Khan; Agra, glanzvolle Metropole indischer GroBmoguln. Die Zukunft, vor deren schon zu erkennendem Antlitz der romantische Glanz der Jahrtausende verblaBt, ist voll revolutionárer Romantik. Diese groBe Zukunft, die Kari Marx den zu seiner Zeit noch in Unterdrückung lebenden Völkern Asiens voraussagte, hat heute schon Gestalt angenommen. Auf 44 Millionen Quadratkilometern, einem Drittel des bewohnten Festlandes der Erde, leben etwa 58 Prozent der Erdbevölkerung. Dimensionen, die dem Europáer oft fremd erscheinen: Alléin Indonesien, dessen Bevölkerung doppelt so groB wie die Frankreichs ist, hat eine Ost-West-Ausdehnung, die der Entfernung London-Teherán gleichkommt. Dieser gröBte Erdteil erstreckt sich über viele Zeitzonen und wird starker als andere Kontinente durch Gegensatze charakterisiert: ewiges Eis - tropische Hitze; Temperaturen von minus 70 Grad und plus 50 Grad Celsius; Gebiete mit den höchsten Niederschlagen der Erde und Trockenwüsten ; Tiefseegráben unmittelbar neben Hochgebirgen; kleine Gebirgsdörfer, wie in den Bergregionen Nepals, mitzehn bis zwanzig Bewohnern, und die gröBte Stadt der Erde, Tokio, mit über elf Millionen Einwohnern; Feudalismus und beginnender Aufbau des Kommunismus; Kinder, die von ihren Eltern verstümmelt werden, damitsie beim Betteln mehr Mitleid erregen, und junge Nenzen oder Jakuten, denen der Sozialismus die Tore der Hochschulen öffnete; der menschliche Trager, Yak, Elefánt und Kamel als Lasttiere und Transportmittel neben dem Flugzeug; Hakenpflug und Raumschiffe, die in Kasachstan startén und landen, wo 1917 nur Hütten standén und heute sich die Gebaude moderner GroBstádte erheben; wo 1917 nur ein Prozent der Bewohner lesen und schreiben konnteeines der rückstandigsten Gebiete des zaristischen Kolonialreiches, heute Teil der sozialistischen Völkerfamilie, in dem Hirn und Hand der Menschen im Dienste des Menschen stehen, so daB er das Tor zum Weltall aufstoBen kann und nach den Sternen greift. Die Bevölkerung Asiens setzt sich aus sehr verschiedenen Völkergruppen zusammen, und diese ethnologischen Unterschiede sind vielfach auf den ersten Blick erkennbar, etwa zwischen einem Inder und einem Jakuten, einem Malaien oder Araber und einem Chinesen und zwischen allén diesen wiederum und den Restgruppen der Urbevölkerung, wie Drawida und Negritos. Unterschiedlich sind folglich auch die Sprachen, die in Asien gesprochen werden. Sie gehören folgenden wichtigsten Sprachgruppen an: der indoeuropaischen (unter anderen Persisch und Hindi), der kaukasischen, der semitischen (Arabisch), der chinesisch-tibetischen Gruppé, der turanischmongolischen, ferner der koreanischen, japanischen, der Gruppé der DrawidaSprachen und der der austrischen Sprachen (Indonesisch, Malaiisch). Die Hauptreligionen, die oft noch eine auBerordentliche Rolle spielen, sind Buddhismus, Hinduismus, Islam, Schintoismus, Konfuzianismus und Taoismus, vereinzelt bestehen auch noch animistische Vorstellungen. Bei der Mehrheit der Bevölkerung Asiens ist die Religion nicht aus dem Leben wegzudenken. Religiöser Fanatismus istsowohl in der Vergangenheit als auch in der jüngsten Zeit von den Imperialisten für ihre eigenen Ziele ausgenutzt worden, wobei nur die 1947 erfolgte Teilung Indiens in die Indische Union und in Pakistan erwáhnt sei. Die Bevölkerungszahl des Kontinents betrug 1972 etwa 2,2 Milliárdén Einwohner. Eine Studie der Vereinten Nationen über ,,Die Bevölkerung Asiens und des Fernen Ostens 1950-1980" schátzt, daB 1980 gegenüber der augenblicklichen Verteilung keine wesentliche Verschiebung eintritt. Der erwartete Bevölkerungszuwachs würde zu keinerlei wirtschaftlichen Schwierigkeiten für die Völker führen.