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Reinhold Messner - Arena der Einsamkeit [antikvár]
 
Reinhold Messners Arena der Einsamkeit Reinhold Messners »Arena der Einsamkeit« ist die gewaltige Naturkulisse der Achttausender des Himalaja, der Eisriesen in Alaska und der Andengipfel. Arena und einsam? Gegensatz in sicli, die Arena, das Rund der Antike, angefüllt mit Menschen, das Schauspiel zu betrachten; die Arena der Gegenwart, das Stadion, Menschenmenge, jubelnd, verdammend die Wettkämpfer. Oder auch nur einen einzelnen? Einen Einsamen? Eine schaulustige Menschenmenge hat es an den großen Bergen nie gegeben. Selbst in unserer...
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Reinhold Messners Arena der Einsamkeit Reinhold Messners »Arena der Einsamkeit« ist die gewaltige Naturkulisse der Achttausender des Himalaja, der Eisriesen in Alaska und der Andengipfel. Arena und einsam? Gegensatz in sicli, die Arena, das Rund der Antike, angefüllt mit Menschen, das Schauspiel zu betrachten; die Arena der Gegenwart, das Stadion, Menschenmenge, jubelnd, verdammend die Wettkämpfer. Oder auch nur einen einzelnen? Einen Einsamen? Eine schaulustige Menschenmenge hat es an den großen Bergen nie gegeben. Selbst in unserer Gegenwart, da wohlorganisierte Gruppen im Trekking hinziehen, die Berge zu schauen, die Grate, Gipfel, Gletscher in dieser — vom winzigen Menschen aus gesehen — mächtigsten Arena unserer Erde, empfindet der Betrachter bei ihrem Anblick seine Einsamkeit mit Vehemenz. Diese Arena an sich ist einsam, einzigartig. Wie sehr jedoch waren und sind es die Menschen, die es gewagt haben und immer noch wagen, sie zu betreten, sie zu ergründen. Wie muß sich Albert F. Mummery einsam gefühlt haben, damals, 1895, als er mit seinen zwei Hunza-Trägern sich aufmachte zum Gipfel des Nanga Parbat? Wie einsam muß Willy Merkl gewesen sein, droben am Mohrenkopf, ehe er für immer einschlief? Wie einsam war wohl Hermann Buhl, als er die Nacht nach den Schritten auf den Gipfel überleben wollte? Oder Mick Burke am 26. September 1975 am Mount Everest? Keiner wird sie schildern können, diese Einsamkeit; wenn es sie auch gibt, die Berichte von so vielen, wenn sie zurückkamen. Es suchen sie viele, die Einsamkeit. Der meditierende Eremit, der Künstler mit seinem Werk, der Dichter, der Wissenschaftler. Es suchen die Einsamkeit jene, die das Abenteuer locken mag, der Alleinsegler auf den Weltmeeren, der Bergsteiger. Sich abgrenzen, sich zurückziehen, um einer angestrebten Leistung willen, ist nur zu oft der Weg zum Erfolg. Reinhold Messner kennt die Einsamkeit, er weiß um das einsam Auf-sich-allein-gestellt-Sein. Seine großen Touren, seine neuen Wege zu Gipfeln, haben nur allzuoft ihn einsam sein lassen. Nur zu oft mag er die Einsamkeit gefühlt haben, in jener großen Arena, von der er zu berichten hat. Selbst die drei Tage zu zweit. Messner mit Peter Habeler, durch die Nordflanke zum Gipfel des Hidden Peak, müssen einsame Tage gewesen sein, für ihn, für den Gefährten. Einsam im winzigen Zelt, nachts, im Gedanken an den nächsten Morgen, den Tag, an dem der Gipfel erreicht sein würde. Die einsamen Männer und Frauen in der gewaltigen Arena des Himalaja, ihr Streben zum Gipfel, den sie sich erkoren, ihre Anstrengungen bis zum Äußersten, ihre Not, ihre Leiden, ihre Oual — ihr einsamer Tod; ihre Freude aber auch nach dem Erreichen ihres Zieles, ihre Dankbarkeit, ihr Glück — was mögen Eistürme und Felsen, könnten sie es aufnehmen und wiedergeben, als Zeugen auszusagen haben? Doch sie sind stumm; Wind und Sturm und Steinschlag und Lawine nur erzeugen Laute. Unübersehbar ist die Zahl der Berichte vom Wagemut, vom Unternehmungsgeist, vom Tasten, vom Suchen und vom Finden: viele Wege sind gegangen, in der »Arena der Einsamkeit«, Gipfel sind erreicht, neue Wege werden gesucht, versucht; werden gegangen. Als Reinhold Messner im Frühjahr 1975 mit Riccardo Cassin und einer tüchtigen Mannschaft den Lhotse auf neuem Weg bezwingen wollte, rissen Lawinen die Zelte fort. Auch Messners Zelt war tief im Schnee vergraben. Damals hat er wie nie zuvor gesucht, dem Schnee seine Habe wieder zu entreißen. Zweimal grub er und fand zweimal das, was er nicht preiszugeben gedachte: Blätter mit Texten für sein Buch über die Bergvölker dieser Erde. Die Einsamkeit des Wartens auf gutes Wetter für den Weg durch eine Wand werden für ihn keine verlorenen Tage; in der Einsamkeit unter Achttausendern schreibt Reinhold Messner. Oder er liest. Oder er denkt nach. Was den Alpinisten Reinhold Messner auszeichnet, ist sein hohes technisches Können am Berg, ist seine geistige Vorbereitung auf eine Unternehmung, ist sein profundes Wissen um jene, die vor ihm da waren. Was dieses Buch erneut auszeichnet, ist die Distanz des Autors, eine Distanz, die einzig und allein nur entspringen kann aus seiner Nähe zum Gebirge, das ihm die Themen gibt, zu den Menschen, die dem Gebirge Leben und Geschichte gegeben haben. Bruno Moravetz

Termékadatok

Cím: Arena der Einsamkeit [antikvár]
Szerző: Reinhold Messner
Kiadó: Verlagsanstalt Athesia-BLV Verlagsgesellschaft Mbh
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
ISBN: 3405124581
Méret: 220 mm x 300 mm
Reinhold Messner művei
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