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E. Sangmeister
Der Magdalenenberg bei Villingen und seine Bedeutung für die Erforschung der Hallstatdcultur in Südwestdeutschland
Der Förderkreis für die ur- und frühgeschichtliche Forschung in Baden besteht nunmehr seit 15 Jahren. Da ist es wohl an der Zeit, auch einmal in den Archäologischen Nachrichten über eine Ausgrabung zu berichten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Gründung des Förderkreises steht. Sie liegt zwar nun schon ein Jahrzehnt zurück und es ist viel über sie publiziert worden, doch rechtfertigen einige neue Erkenntnisse durchaus auch eine neuerliche Berichterstattung.
Es war im Hause von Kuno Moser in Unterkirnach, wo im Herbst 1967 in einem kleinen Kreis an der Urgeschichte Interessierter die Idee geboren wurde, einen privaten Verein zur Unterstützung der urgeschichtiichen Forschung in Baden zu gründen. Zu deutlich war es geworden, daß selbst bei der Ausnutzung aller öffendichen Mittel des Landesdenkmalamtes, der Universitäten und der Deutschen Forschungsgemeinschaft immer noch Schwierigkeiten zu überwinden blieben, nicht zuletzt deshalb, weil bürokratische Vorschriften den zweckdienlichen Einsatz der gewährten Mittel oft unmöglich machten. Unbürokratische finanzielle Hilfe sollte die Aufgabe dieses Förderkreises sein.
Die gleiche Gruppe von Mitgliedern des dann im Frühjahr 1968 gegründeten Förderkreises traf sich noch öfter, und anläßlich eines Vortrages über die Hallstattkultur auf der Baar in Villingen entstand bei der anschließenden Exkursion vor der Grabungsruine (Abb. 1) des Magdalenenbergles spontan der Plan, hier eine Nachgrabung durchzuführen. Äußerer Anlaß war der traurig verwilderte Zustand dieser Hügelruine: In der Mitte des Hügels war ein großer Trichter zu sehen, an dessen Grund ein Wassertümpel stand, von Schilf umwachsen, während
Abb. 1: Magdalenenberg bei Villingen. Der Grabhügel vor der Ausgrabung 1970.
Alle Photovorlagen für die Abbildungen dieses Artikels wurden für das Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Freiburg erstellt durch K. Spindler und G. Gallay.