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VORWORTROM LÄSST SICH NUN EINMAL MIT KEINER ANDE =REN STADT DER WELT VERGLEICHEN, UND SEINEGRÖSSE LÄSST SICH DURCH KEINE BESCHREIBUNGERREICHEN. ES WILL EMPFUNDEN SEIN, WELCHEWEIHE NATUR UND GESCHICHTE DIESEN SIEBENHÜGELN MITGETEILT HABEN.Ernst Curtius 1841 an Victorine BoisonnetEs war im Dom von Monreale unter den im Goldglanz schimmerndenMosaiken, die die Wände des Mittelschiffs und das Gewölbe der Apsiswie ein kostbares Gewand bedecken.Das leise Summen demütiger Andacht und gedämpfter Kunstbetrachtungwird durch die Ankunft neuer Besucher unterbrochen. Der rücksichtsloseSchritt von Wanderschuhen auf den Marmorfliesen, die unpassende Bunt=heit falsch verstandener Folklore der Kleidung und der gebieterische An=spruch derer, die glauben, die Kultur eines Landes mit einer HandvollGeld bezahlen zu können, bringen einen Mißklang in die Stille des Rau=mes, den Gläubige und Kunstliebhaber gleichermaßen empfinden. DieNeuankömmlinge winken und lassen sich auf diensteifrig herbeigetra=genen Stühlen wie auf der Terrasse eines ristorante nieder. Ihre Köpfesind über ein Buch gebeugt, in dem die Seiten mit nervöser Hast gewen=det werden. Schließlich haben sie gefunden, was sie suchen. Ein verglei=chender Blick auf die Reihe der Mosaikbilder - und mit einem befriedig=ten Lächeln wird der Band zugeschlagen, und die Plätze sind wieder leer,so leer, als habe dort niemand gesessen.Was nützen dem modernen Betrachter all die schönen Bildbände mit An=sichten der mittelalterlichen Kathedralen und antiken Tempel, wenn ernicht Herz und Verstand besitzt, das Kunstwerk auf sich wirken undzum persönlichen Erlebnis werden zu lassen. Mit welchem Enthusiastmus haben unsere Großväter an den Ruinen römischer Architektur das 5