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DER HAHNENSCHREI
Das kleine Gehöft, auf halbem Wege zwischen den Bauten der neuen Stadt und den Äckern, glich einem verlorenen Knopf. Vom Weg aus war es kaum zu sehen, denn die Ziegelhaufen verdeckten es und der Turm des Kranes stand davor wie eine riesengroße Pappel.
Ferenc Botos hätte das Gehöft nicht bemerkt, wenn der Hahn nicht gekräht hätte. Dieser Hahnenschrei aber ließ ihn aufhorchen. „Hat den vielleicht der Kranführer ausgebrütet ?" fragte er sich, als das schmetternde „Kikeriki " durch den Lärm der Maschinen an sein Ohr drang.
Neugierig ging er in die Richtung des Hahnenschreis und entdeckte das kleine Häuschen, über dessen Hof gerade ein Mädel ging. Ihr dicker Zopf wippte auf ihrem Rücken - überhaupt schien alles an ihr zu hüpfen und zu tanzen: die nußbraunen Augen, der kindlich gekräuselte Mund, sogar die Tupfen auf ihrem kurzen Kleidchen schienen Ball miteinander zu spielen. Ferenc blieb erstaunt stehen und sah sie mit sichtlichem Vergnügen an. -