Bővebb ismertető
Vorwort
Soweit Ärzte, Grenzwissenschaftler und Schriftsteller
nach Gemeinsamem suchen - Wort oder Formeln ste-
hen hier füreinander - ist es der verbindliche Nenner
des Menschlichen, nach dem sie ausschauen oder sich
Köpfe und Herz zerbrechen.
Man versucht es für diejenigen, die, sicher im Glauben
und in Zuversicht, nach Bestätigung suchen, aber
auch für alle, die in Konflikt gerieten und geraten, die
eine Endzeit erwarten und um des ,,Ens a Se", um Er-
klärung bemüht sind.
Wenn Medizin, mehr oder weniger fachwissenschaft-
lich zerteilt nur noch von Spezialisten vertreten wer-
den soll, aus Mangel an Übersichtsmöglichkeit oder
aus Ohnmacht vor dem notwendigen Kleinwissen,
dann sind zumindest Erinnerungen an Zeiten gemein-
samen philosophischen Ursprunges und Grenzgänge
in Begleitung nicht spezifischer Fachwissenschaftler
ratsam.
Nicht nur ökonomisches oder gar Berufspolitisches,
sondern Glosse und Editorial aus fremder Feder ist
Anregung für alle die, die im Bereich einer Mangel-
fachwissenschaft Verständigung und Gedankenaus-
tausch erwarten.
So etwa dachten Herausgeber und Schriftleiter der
ersten Stunde, als sie vor 10 Jahren eine medizinische
Fachzeitschrift gründeten und einer jeglichen ersten
Ausgabe eines Jahrganges ein ,,Prolegomenon" aus
nicht unbedingt medizinischer Feder und nicht immer
gleicher Gesinnung und gleichen Standpunktes auf
den Weg geben wollten. Dies ganz besonders ernst-
haft in einer Zeit, da einerseits mehr Fachwissen,
andererseits aber auch der Ruf nach interdisziplinärer
Verständigung, ja sogar die Bereitschaft des Arztes zu
mehr Verständnis für den Patienten verlangt wurden.
Man spricht uns von außerhalb ins Gewissen und ruft
zur gleichen Zeit nach mehr Ethik, mehr Allgemein-
bildung, mehr Sprache und mehr Herz, nach weniger
Routine und Technik, mehr Zeit für Erklärung und
Mitleid.
So entstanden - vielleicht damals noch unüblich für
eine Fachzeitschrift - beachtenswerte Essays aus
grenzgebietlichem und medizinischem Bereich, einem
jeden Jahr vorausgeschickte Bemerkungen, von uns
selbst oder von Freunden geschrieben, die wir all je-
nen Lesern erhalten möchten, die an der Verständi-
gung zwischen Medizin, Naturwissenschaften und
Belletristik interessiert sind. An Ärzte und Patienten
zugleich wendet sich unsere Antologie.
Werner Heisenberg, dem wir uns in Verehrung ver-
bunden fühlen, schrieb über seine ,,Gespräche im Um-
kreis der Atomphysik" - „Der Teil und das Ganze"
ein Zitat aus den Schriften des Thukydides:
„Was nun die Reden betriiit, die . . . gehalten worden
sind, so war es mir als Ohrenzeugen . . . unmöglich,