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Das Märchen vom Elefanten und den drei blinden Männern
Es waren einmal drei blinde Männer, die gern wissen wollten, wie ein Elefant aussieht. Der eine befühlte die Hinterbeine des Dickhäuters und sagte: „Mir scheint, ein Elefant gleicht einem Gummibaum." Der andere machte sich am Rüssel zu schaffen und stellte fest: „Ein Elefant ist mit einem Autoreifen zu vergleichen."
Der dritte betastete den Leib des Urwaldriesen und bemerkte: „Fürwahr, ein Elefant ist wie eine große krumme Mauer."
Diese naiv-schöne Geschichte leitet einen Kulturfilm über Südafrika ein. Dem Regisseur ging es offensichtlich darum, mit dieser Märchenepisode die Widersprüchlichkeit des Landes und seiner Bewohner zu veranschaulichen. Südafrika — bunt und kontrastreich, herausfordernd und anklagend, sonnig und optimistisch, Fragen stellend und um Verständnis bettelnd - sollte auf Zelluloid gebannt werden.
Es sei ein viel-nationales Volk in einem vielschichtigen Land mit vielen Sprachen und Lebensweisen. Ein verwirrendes Land? Ein Land voller Probleme? Falls man es so empfinde, verstehe man vielleicht auch die drei Blinden, nach deren Meinung Südafrika einem Gummibaum gleiche und einer krummen Wand und einem Autoreifen! Vielleicht gilt diese Parabel für jedes afrikanische Land. Für Rhodesien ganz bestimmt. Und über dieses Land und seine Menschen soll hier in erster Linie berichtet werden. Die Meinungen über Rhodesien gehen so weit auseinander wie die der drei Blinden über den Dickhäuter. Aber vielleicht ist es ge-