Bővebb ismertető
Vorwort
An der Geriatrie als einer Disziplin der Medizin sind in der Bundesrepublik Deutschland leider relativ wenige Ärzte interessiert. Die Attraktivität dieses Gebietes, aber auch die Einsicht von der Notwendigkeit eines speziellen Engagements gegenüber älteren Patienten, wird im ärztlichen Leben meist erst relativ spät entdeckt: Für den jungen Arzt hat die Beschäftigung mit alten Menschen nur einen recht geringen Reiz als zukunftsträchtige Tätigkeit. Dieses erklärt sich vielleicht dadurch, daß Diagnostik, Untersuchung und Therapie von Krankheiten in der Kindheit und im Erwachsenenalter direkte, manchmal sogar dramatische Erfolge erkennen lassen, während die langsame Besserung oder die nur partielle Rehabilitation des Älteren bei flüchtigem Hinsehen oft nicht wahrgenommen oder nicht richtig gewertet wird, das heißt letztlich, ein motivierendes Erfolgserlebnis fehlt vordergründig.
Nun hat es sich mittlerweile zwar herumgesprochen, daß Geriatrie nicht Lang-zeitpflege und terminale Pflege bedeutet zur Entlastung der Allgemeinheit. Nein: Die Altersmedizin muß sich mit den präventiven, therapeutischen und sozialen Aspekten der Krankheiten älterer Bürger befassen, um sinnvoll ausgeübt zu werden. Diese Bemühungen wenden sich an eine Menschengruppe im hohen Alter, die an sich schon eine positive Auslese darstellt: Sie verdankt ihre Langlebigkeit weniger der ärztlichen Kunst als vielmehr dem genetischen Code; deshalb führen ärzthche Bemühungen auch im höheren Alter mehr, als man vermuten möchte, dann zu einem beachthchen Erfolg, wenn sie mit dem entsprechenden Wissen ausgeübt werden.
Geriatrie darf nicht institutionsbezogen gesehen, sie muß hausgerecht betrieben werden, denn nur etwa 8% aller älteren Menschen leben in Institutionen. So überwacht also der Hausarzt die Behandlung, er kann am besten abschätzen, welche Bedürfnisse und Notwendigkeiten im Einzelfall vorliegen und daraus die Aktivitäten ableiten, die diesen Menschen ihre Selbständigkeit so lange wie möglich aufrechtzuerhalten helfen.
Fachgesellschaften wie ärztliche Berufsverbände haben den alten Menschen und seine Belange in der letzten Zeit als Zielgruppe entdeckt. Man hat aber den Eindruck, daß die zum Teil heftige Diskussion über die Zuständigkeit für diese Personengruppe nicht unwesentlich von merkantilen Gesichtspunkten mitbestimmt wird.
Die Intention des vorgelegten Buches richtet sich darauf, ein Minimum über altersabhängige involutive physiologische Änderungen, über die sich wandelnde klinische Manifestation und Symptome von Krankheiten sowie über Besonderheiten in der ärztlich zu überwachenden Therapie zu vermitteln, aber auch auf die Notwendigkeiten hinzuweisen, medizinisch-rehabilitativ und -präventiv sowie psychologisch in richtiger Art und Weise und unter Einbeziehung des