Bővebb ismertető
Den Aushángeschildern widmete die Wissenschaft bis jetzt noch nicht viel Aufmerksamkeit. Der Ethnographie ordnete man sie erst zu Beginn unseres Jahrhunderts zu: lm Jahre 1904 schrieb eine Wiener Fachzeit-schrift, die Untersuchung der Wirtshausschilder werde ein neues Kapitel in der Volkskunde eröffnen. Doch es war keine ethnographische, sondern eine Zeitschrift für Anthropologie, die diese Feststellung traf.1 Eigentlich sollte nicht nur die Ethnographie daran interessiert sein, sich mit den Aushángeschildern zu bescháftigen. Als Werbemittel werfen sie Probleme auf, die die Wirtschaftskunde angehen. Und auch der Kunstgeschichte und der Geschichte des Kunstgewerbes dürften sie nicht gleichgültig sein, denn nicht wenige der Schöpfer der Aushángeschilder waren angesehene Maler oder Bildhauer. Die Aushángeschilder bilden alsó ein Grenzgebiet, mit dem sich am richtigsten die Kulturgeschichte auseinandersetzen sollte.Die Veránderungen des Lebens liefien dieses Gebiet nicht unberührt, die Aushángeschilder werden bald endgültig verschwinden. Deshalb ist es an der Zeit, daB wir uns mit ihnen bescháftigen, die noch existierenden kennenlernen und bewahren, diejenigen, die der Zeit zum Opfer gefallen sind, wenigstens in der Beschreibung erhalten.DaB sich die wissenschaftliche Literatur so relatív wenig mit den Aushángeschildern bescháftigt, erklárt sich vielleicht daraus, daB sie zu der immer mehr verblassenden Kulisse des Werbedienstes unseres alltáglichen Lebens gehören. Ihre Funktion bestand darin, jemandem, der einen Hand-werker brauchte, Unterkunft suchte, etwas trinken oder einkaufen wollte oder eine Medizin wünschte, den Weg zu weisen. So finden wir neben den Aushángeschildern der Handwerker Laden-, Apotheken- und Wirtshausschilder, von denen besonders die der typisch ungarischen Schenken, der Tschardas, zu erwáhnen sind.In früheren Zeiten spekulierte die Werbung auch auf die Ohren der Káufer: Adriáén van Ostade malte zweimal einen Bácker, der durch ein Hornsignal bekanntgibt, daB sein Gebáck fertig ist. Das eine Bild befindet sich in Amsterdam, das andere in der Ermitage in Leningrád.2 Bekannt ist auch, daB die Wassermüller ein hölzernes Blasinstrument besaBen, mit dem sie den Bauern mitteilten, daB sie ihr Getreide bringen konnten. József Gvadányi láűt seinen Dorfnotar von Peleske, eine bekannte Figur der/