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LOBREDE FÜR ALBERT MARQUET
Vielleicht wird eines Tages der Psychologe, unterstützt durch den Biologen, befähigt sein, die Bedingungen aufzuzeigen, die das Werden eines schöpferischen Genies ermöglichen.
Vielleicht Immerhin, das Phänomen des Werdens ist heute noch von Geheimnissen umwoben. Wir vermögen nur von einer angeborenen Gabe zu stammeln, von Inspiration. Wir hören die Worte, doch sie sagen uns nichts, sie sagen nichts aus über den Ursprung dieses seltsamen Geschehens. Denken wir an die bildende Kunst, so müssen wir uns mit der Feststellung begnügen, daß die Formulierung ihrer Aussage noch weniger erklärbar ist als die der gesprochenen Sprache. Das Begreifen der Sprache beruht auf der ständigen Wiederholung von Tönen, die, immer und immer wieder vom Kinde aufgenommen, sein Bewußtsein so weit entwickeln, daß es die Beziehungen, die zwischen den Tönen und den von ihnen bezeichneten Gegenständen und Begriffen bestehen, erfassen lernt. Schwieriger ist es, das Kind an den Ursprung der Zeichnung heranzuführen, das heißt an das Vermögen, Dinge und Menschen darzustellen, Formen mit Hilfe von Stiften zu veranschaulichen. Wie ist das möglich? Fragen wir die Vernunft - sie schweigt, sie kann es nicht erklären.