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13Erstes KapitelDAS VERSCHWINDEN DES PHARAONISCHEN ÄGYPTENIm 4. Jahrhundert n. Chr. wird das Christentum Staatsreligion im Oströmischen Reich. Im Jahr 391 ordnet Kaiser Theodosius I. in einem Dekret an, daß alle heidnischen Tempel geschlossen werden. Diese Anordnung gilt auch für die Tempel in Ägypten, einer Provinz des Oströmischen Reichs.Alexander der Große Ägypten und gründet die Stadt Alexandria. Nach seinem Tod läßtKörper dorthin überführen und sein Grab bauen, nach dem man bis heute sucht.330 v. Chr. erobertPtolemäus I. Alexanders14 DAS VERSCHWINDEN DES PHARAONISCHEN ÄGYPTENDie Schließung der Tempel in Ägypten hat eine unerwartete Auswirkung: Die ägyptische Hieroglyphenschrift * die seit über 3 000 Jahren in Gebrauch ist, verschwindet mit den heidnischen Priestern und kann schon wenige Generationen später von niemandem mehr gelesen werden.Der Brand der Bibliothek von Alexandria läutet das Ende des Alten Ägypten ein.Im Alten Ägypten obliegt den Priestern nicht nur die Ausübung des Kultes, sondern auch die Pflege des Wissens und das Ausbildungswesen. In der Zeit der griechischägyptischen Pharaonen (der Ptolemäer) entwickelt sich die von Alexander dem Großen gegründete Hauptstadt Ägyptens, Alexandria, zum Zentrum der Wissenschaft.Um 48 v. Chr. erreicht der Bürgerkrieg zwischen Pompe-jus und Cäsar seinen Höhepunkt. Pompejus wird in Pharsalus geschlagen und flieht nach Ägypten. Auf dem Schiff, das ihn nach Alexandria bringen soll, wird er auf Befehl von Ptolemäus XII. ermordet. Der hofft, dadurch Casars Unterstützung gegen seine Schwester Kleopatra im Streit um die Thronfolge zu erlangen. Diese Geste hindert Cäsar jedoch nicht daran, den königlichen Palast zu besetzen und beide, Bruder und Schwester, vorladen zu lassen.* kursive Begriffe siehe Glossar Seite 205.