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iFranzösischer Emigrant und preußischer Offizier1827 traf der französische Literaturwissenschaftler Jean-Jacques Ampere in der Berliner Mittwochsgesellschaft einen Dichter, der mehr als irgendein anderer das Gepräge trug, das man in Frankreich eine deutsche Tournüre" nannte. Der Mann war groß und hager, lange Haare hingen ihm auf die Schultern hinab, sein Gesicht hatte einen eigentümlichen Ausdruck von Wohlwollen und Festigkeit; es lag darin gleichzeitig etwas Zartes und Kräftiges, Abgespanntes und Kühnes Es war ein von der Natur auf seltene Weise ausgestatteter, aber vom Schicksal lange verfolgter Mann, ein französischer Emigrant und ein preußischer Offizier, ein Edelmann und ein Liberaler, ein Dichter und ein Botaniker, der Autor eines phantastischen Romans und ein Weltumsegler, es war ein Deutscher und ein geborner Franzose; kurz - es war Chamisso."^Ampere war von den Gegensätzen fasziniert, die Chamissos schon vom Äußeren her ungewöhnliche Persönlichkeit prägten, und in der Tat gehört dieser Mann, der Dichter des in fast alle Kultursprachen übersetzten Märchens Peter Schlemihl, des Lied von der alten Waschfrau und der volkstümlichen Balladen Das Riesenspielzeug oder Der rechte Barbier, durch seinen außergewöhnlichen Lebensw^ und die Eigenart seiner Dichtung zu den interessantesten Gestalten der deutschen Literaturgeschichte. Erst im Alter von fünfzehn Jahren hat der aus Frankreich emigrierte Grafensohn die deutsche Sprache erlernt, und erst in seinem 38. Lebensjahr, nach wechselndem Aufenthalt in Deutschland und Frankreich und einer dreijährigen Forschungsreise um die Welt, wird er in Berlin seßhaft; dennoch zählt er um 1830 zu den bekanntesten Lyrikern im deutschen Sprachbereich. Als Schüler der Frühromantiker beginnend und auch später noch durch mannigfache Beziehungen mit der klassischen und romantischen Tradition verbunden, nahm er in der Restaurationsepoche als einer der ersten in Deutschland im Sinne des liberalen Bürgertums Stellungi I i' i IiI1i ' ' 1-