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Das schlimme an meiner Familie ist, daíS alle so verdammt t erfolgreich sind. Die meisten jedenfalls. Erhobenen Hauptes gehen sie durchs Leben. Die Unerreichbaren. Mein áltester Brúder zum Beispiel, Julius, fuhr gleich nach seinem Studium, er war damals gerade fünfundzwanzig, einen Porsche 356. Jetzt lebt er in Angola, hat siebentausend Leute unter sich und sagt: „Das ist echt labour, Mann.« Unter seiner motivierenden Leitung schmeifét man dort Dynamit in Bohrlöcher und jagt Druckwellen durch den Boden, um rauszukriegen, in welcher Tiefe das Öl zu finden ist. Siebentausend Leute! Der luftgekühlte James-Dean-Schlitten steht übrigens noch bei meiner Mutter in der Garage. Mein Brúder benutzt ihn nur noch, um mit zweihundert Sachen zu Pousadas zu rasen oder nach Noordwijk, wo sein Katamaran liegt. Zur Zeit ist er auf Hochzeitsreise, in Thailand. Wahrscheinlich rennt er gerade durch die türkisfarbene Brandung hinter seiner gurrenden Braut her oder schlürft durch einen Strohhalm einen Cocktail aus einer halben Kokosnufé. Er kommt nur zwei- oder dreimal im Jahr in die Niederlande. Ich glaube, er weifé nicht einmal mehr, da(S er einen Katamaran hat. Ich schlage mir ein paarmal auf die Wangen, damit ich etwas Farbe bekomme. Das ist das erste, was meine Mutter sagt: dafé ich schlecht aussehe. Dann fragt sie mich, ob ich unglücklich bin. Es macht mir absolut nichts aus, unglücklich zu sein; wenn meine Mutter nur nicht immer wieder danach fragen würde. Zur Zeit ist das für sie Gespráchsthema Nummer eins. Sie sieht es an meinen Augen; die sind meine schwache Stelle. Wenn man Stress hat oder müde ist, schwellen sie an und werden glanzlos; das hat mir ein Optiker gesagt. Eine Zeitlang habe ich in einem Haus gelebt, in dem auch ein Optiker wohnte, eine fürchterliche Tűnte, die standig solche Sachen erzáhlte. Auch, daB immer mehr Menschen kurzsichtig würden, auiSer Bauern und Matrosen, nicht weil die weniger wichsen, sondern weil sie regelmáBig in die Ferne glotzen.