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ERSTER TEIL
Unbekanntes Gebiet
Eine Schwadron des fünften afrikanisdien Chasseur-Regimentes war auf dem Marsch. Sie hatte Bordj Oued-Kjar bei Tagesanbruch verlassen und ritt um die Mittagsstunde in die einzige Straße des Dörfchens Mreier ein. Dieses Dörfchen lag an der Heerstraße, die sich wie eine graue Schlange vom Atlas des Magh-reb zu Tal krümmte und in weiten Windungen bis an den südlichen Horizont krodi, wo sie in das grenzenlose Becken der Sahara versank. Vor nodi kaum zehn Jahren war diese Heerstraße ein gefährlidier Maul-tierpfad gewesen, über den die kriegerischen Stämme des Tafilalet, die Doui-Menia und die Ait-Hammou, ihre Handelswaren und ihre Herden nadi den Palmgärten und kleinen Marktstädten des Nordens beför- f derten. Jetzt aber mußten sie nidit mehr die steilen ,'. Berghänge erklettern und die Flußbetten durdiqueren. Jetzt mußten sie nicht mehr ihre Lämmer und Kamele am Rande schwindelnder Abstürze entlang geleiten. Jetzt konnten sie ihre Karawanen über stahlgegürtete ' , und betondurchmauerte Brüdcen führen. Man hatte ¦ Tunnels in das Gestein gesprengt, und die gefürditeten Frühlingsfluten der Oueds verwüsteten nicht mehr das ganze Land, sondern lagen freundlidi eingebettet in ii Kanälen, die der Ingenieur ihnen vorgezeichnet hatte, Das war das Werk europäischer Zivilisation. Für das , Land kehrten die Zeiten des Pontifex Maximus zu- V rück, des Kaisers von Rom, jenes menschlidien Symbols der Macht, dem vom Atlantik bis zum Euphrat alles unterworfen war. Eine neue Erfindung aber» deren Kompliziertheit alles von den alten Römern