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Ines Schill - 4000 Vornamen aus aller Welt [antikvár]

4000 Vornamen aus aller Welt [antikvár]

Ines Schill

 
Kurze Geschichte der Vornamen In früheren Zeiten, als die Menschen in Sippen und kleinen Gruppen zusammenlebten, genügte unseren Vorfahren ein einziger Name. Damit wurde jede Person eindeutig angesprochen, und Verwechslungen waren ausgeschlossen. Viele von diesen Namen sind durch historische Quellen überliefert, auch wenn die meisten heute schon lange verklungen sind. Unsere Vorfahren hatten eine große Vorliebe für zweigliedrige Namen, die ursprünglich eine Sinneinheit darstellten. Das läßt sich sehr gut an einem Beispiel...
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Kurze Geschichte der Vornamen In früheren Zeiten, als die Menschen in Sippen und kleinen Gruppen zusammenlebten, genügte unseren Vorfahren ein einziger Name. Damit wurde jede Person eindeutig angesprochen, und Verwechslungen waren ausgeschlossen. Viele von diesen Namen sind durch historische Quellen überliefert, auch wenn die meisten heute schon lange verklungen sind. Unsere Vorfahren hatten eine große Vorliebe für zweigliedrige Namen, die ursprünglich eine Sinneinheit darstellten. Das läßt sich sehr gut an einem Beispiel veranschaulichen: Adalbert besteht aus »adal« (edel, vornehm) und »beraht« (glänzend), also sinngemäß »von glänzender Abstammung«. Aus diesem Namen entwickelten sich im Laufe der Zeit viele Kurz- und Nebenformen, von denen einige bis heute gebräuchlich sind (wie etwa Albert, Albrecht, Bert). Diese Sinneinheit der Namen ging aber schon sehr zeitig verloren, da es Sitte wurde, die Namen der Kinder beliebig zusammenzusetzen. Dabei griff man häufig auf jeweils einen Namensbestandteil des Vaters und der Mutter zurück. Die so entstandenen Namen ließen sich zwar noch in ihren Bestandteilen deuten, bildeten aber keine Sinneinheit mehr. Für die Zeit zwischen etwa 750 und 1080 lassen Urkunden bereits auf etwa tausend Namen schließen, die in unserem Sprachraum gebräuchlich waren. Die ständig wachsende Bevölkerung machte es etwa ab dem 12. Jahrhundert notwendig, den einzelnen Personen einen Beinamen zur besseren Unterscheidung zuzuordnen. Dabei griff man zunächst auf Berufsbezeichnungen zurück, von denen sich viele bis heute erhalten haben, man denke nur an solche Namen wie Müller, Richter oder Schulze. So entwik-kelten sich langsam unsere heutigen Familiennamen, auf die wir keinen Einfluß haben, da sie von Generation zu Generation vererbt werden. In den deutschen Sprachraum drangen zu dieser Zeit auch vereinzelt Vornamen aus fremden Sprachbereichen ein. Andere Vornamen wurden der Bibel entnommen wie etwa Adam, Eva, Judith, Daniel, Andreas, Johannes, Stephan, Elisabeth und Michael. Im 13. Jahrhundert wurde es dann üblich, jedem Kind einen Namenspatron zur Seite zu stellen. So blieben bis heute neben den biblischen auch viele altdeutsche Namen erhalten, die an Märtyrer und Heilige erinnern. Im Mittelalter waren fremde Namen nichtkirchlicher Herkunft fast ausschließlich Frauennamen. Sie wurden im deutschen Sprachraum meist durch die Heirat von Adligen mit den Töchtern ausländischer Herrscherhäuser bekannt; volkstümlich wurden sie freilich nie (wie zum Beispiel Beatrix). Im 16. Jahrhundert wurden von den humanistischen Gelehrten verstärkt Namen des griechischen und römischen Altertums übernommen. Aber auch solche Namen fanden keine besondere Verbreitung, ausgenommen vielleicht die Namen August (Augustus) und Julius. Diese wurden von den Fürstenhäusern Sachsens, Thüringens und Braun-schweigs aufgegriffen und dadurch später auch im Volk weit verbreitet. In der Zeit des Humanismus wurden allerdings nicht nur fremde Namen in den deutschen Sprachraum eingeführt, sondern auch alte deutsche Namen, die fast vergessen schienen, neu belebt. Außerdem gewannen die Doppelnamen eine immer größere Bedeutung. Damit wurde es möglich, den Namen des Vaters, der Mutter oder der Taufpaten mit auf den Lebensweg zu geben, ohne ihn jedoch als Rufnamen erscheinen zu lassen. Die Sitte der Doppelnamen hat sich bis heute erhalten, wenn auch nicht mehr in der ursprünglichen Absicht.

Termékadatok

Cím: 4000 Vornamen aus aller Welt [antikvár]
Szerző: Ines Schill
Kiadó: Bassermann'sche Verlagsbuchhandlung
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
ISBN: 3809400416
Méret: 170 mm x 240 mm
Ines Schill művei
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