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VORWORT
„Später wird man uns verstehen", sagte Friedrich Graf von der Schulenhurg, als es den Aufständischen in der Bendlerstraße klargeioorden war, daß der Anschlag auf Hitler mißlungen und damit die ganze Aktion zum Scheitern verurteilt war. Dieser Ausspruch kennzeichnet nicht nur die Enttäuschung über die Vergehlichkeit jahrelanger Bemühungen, unter den Bedingungen des Gestapo-Systems an die Stelle einer Gruppe von Verbrechern eine rechtsstaatliche Reichsführung zu bringen. Der Graf von der Schulenhurg loußte auch um die Schwierigkeiten, weiten Kreisen des In- und Auslandes diesen Befreiungsversuch mitten im Kriege verständlich zu machen.
Vor einiger Zell konnte man von einem damals und jetzt besonders prominenten Amerikaner hören, daß erst die Kenntnis von jenem „anderen Deutschland", das in den Männern des 20. ]uli evident geworden sei, es der USA-Regierung vor der amerikanischen Nation ermöglicht habe, ihre Deutschlandpolitik von der Linie Mergenthaus auf die Linie des Marshall-Planes umzustellen, als es darum ging, die Position der freien Welt gegen den Druck Stalins zu festigen. Auf der anderen Seite meinen die Kommunisten seitdem, daß es sich hei den Männern des 20. Juli um Faschisten mit einem anderen Vorzeichen gehandelt habe, deren Aufstand nichts anderes als ein Machtkampf unter feindlichen Brüdern gewesen sei.
Wie steht es aber um uns Deutsche in dieser Frage?
„Erst der 20. Juli hat das deutsche Volk eigentlich gespalten", meinte vor einiger Zeit der Interessenvertreter einer akademischen Gruppe, die sich durch das Gesetz zum Artikel 151 des Grundgesetzes besonders benachl?iligt fühlt.
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