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Das
italienisclie
Tratipola-Spiel ist etil Vorläufer des Tarock
Der Schriftsteller Fritz von Herzmanovsky-Orlando hat den Begriff „Tarockei" geprägt, womit ein geheimnisvolles Traumland irgendwo südhch von Graz gemeint war. Friedrich Torberg hat später daraus „Tarockanien" gemacht. Dennoch stammt dieses Kartenspiel nicht aus Österreich. In der Tat ist Tarock 1430 bis 1440 in Itahen aus dem Trappolaspiel entstanden, wo es bereits einen cavallo = Reiter gab. Zu den Farben coppe = Kelche, spade = Schwerter, denari - Münzen und bastoni = Stäbe kamen als ftinfte Farbe die trionfi und eine Karte mit einer Figur im Narrenkostüm - sie hieß il matto = der Narr.
Die Einflihrung einer ftinften Farbe als Trumpf (Atout) war in der Entwicklungsgeschichte der Kartenspiele ein bedeutender Schritt. Erst Ende des 15. Jahrhunderts kam man auf die Idee, eine der vier Farben als Trumpf zu bestimmen, zum Beispiel durch Aufdecken einer Karte. Daraus entstand nicht nur das Spiel Triomphe, sondern auch der bis zum heutigen Tag weit verbreitete Kartenspielbegriff Trumpf. Damit mußten sich aber die Italiener einen neuen Begriff für die fünfte Farbe ausdenken, und sie entschieden sich - aus Gründen, die wir heute nicht mehr nachvollziehen können - für tarocco, in der Mehrzahl tarocchi. Jedenfalls kommt von daher der deutsche Name Tarock und der enghsche sowie der französische Name tarot.
Das Tarockspiel verbreitete sich in der Folge über ganz Europa, ausgenommen bheben nur der Balkan, die iberische Halbinsel und die britischen Inseln. Heute wird Tarock nicht nur in Österreich, Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Slowenien gespielt, sondern auch weiterhin in seinem Ursprungsland