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Freud und Leid desSelbermachensHandwerk hat goldenen Boden, sagt ein altes Sprichwort. Für den normalen Sterblichen ist dieser Boden manchmal etwas zu golden, wenn es darum geht, in der Wohnung, in Haus oder Garten eine Kleinigkeit in Ordnung bringen zu lassen. Vor allem Stadtbewohner wissen ein Lied davon zu singen, was es beispielsweise an Geld und Nerven kostet, eine schlichte Dichtung am Wasserhahn in der Küche auswechseln zu lassen. Wenn man Pech hat, kostet das Auswechseln der Dichtung bedeutend mehr als ein neuer Wasserhahn. Oft genug würde man sich trotz alledem mit dem hohen Preis abfinden, wenn nur der Handwerker überhaupt dazu zu bewegen wäre, in absehbarer Zeit auf der Bildfläche zu erscheinen und sich des Bagatellschadens anzunehmen.Dem Besitzer des tropfenden Wasserhahns bleibt schließlich keine andere Wahl, als zur Selbsthilfe zu schreiten. Ein großer Prozentsatz der Selbermacher rekrutiert sich aus diesem Kreis der Heimwerker wider Willen.Aus der Nothilfe wird ein Selbermachen aus Freude an der handwerklichen Arbeit. Hinzu kommt die Erkenntnis, daß die Betätigung in der häuslichen Werkstatt nicht nur nützlich und möglicherweise geldsparend, sondern auch eine Art entspannender Ausgleichssport sein kann.Indessen besteht die Kunst des Selbermachens keineswegs nur aus frisch-fröhlichem Werken nach vorgegebenen Rezepten. Jedes Handwerk will gelernt sein, auch das des Selbermachens. Deshalb vorweg ein paar Grundsätze, die dazu beitragen können, die Startschwierigkeiten des Anfängers zu vermindern:11