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Eugen Oker wird gerne als Deutschlands Spieleexperte Nr. 1 apostrophiert, er hat sich als Spielekritiker in der Hamburger Wochenzeitung »Die Zeit« und durch die Spielesendung »Leips« (lesen Sie das einmal rückwärts) des Bayerischen Rundfunks einen Namen gemacht. Mit einem aber hat er sich Zeit gelassen, mit dem Schreiben eines großen Spielebuches. Nun hat er es endlich verfaßt, und es ist ein ganz besonderes Buch geworden. Da Eugen Oker ja auch ein Romancier ist, ein Jugendbuchpreisträger, Femsehserien-Autor (»Bayern, wo's kaum einer kennt«) und ein Mundartdichter dazu, ist es fast ein literarisches Buch. Keins mit langweiligen Anleitungen und unverständlichen Regeln, denn allzu viele Vorschriften sind der Spiele Tod! Und in einem Punkt versteht der sonst so humorige Autor keinen Spaß: beim Spiel. Das Spiel muß man ernst nehmen. Eugen Oker ist das, was man einen homoludens nennt, einen spielenden Menschen. Er spielt (wer ihn kennt, wird das bestätigen) in jeder Lebenslage. So vermittelt sein Buch, was man anderswo kaum oder nur selten findet: die Lust am Spielen. Eugen Oker stellt sich vor, wie ein Spielsy-. stem entstanden sein könnte (Fangen, Haschen beispielsweise, seit Menschengedenken ja ein beliebtes Spiel zwischen Verliebten, auch schon bei Adam und Eva im Garten Eden). Und von diesem Urtyp eines Spielsystems ausgehend, beschreibt er die besten Beispiele einer ganzen Gattung. Wo es angebracht ist, fassen Übersichten die Regeln einer solchen Gattung zusammen.
Eugen Oker ist etwas Besonderes gelungen, behaupteten wir am Anfang. Nichts Besseres, Schöneres als eine Anstiftung, eine Verführung zum Spielen
^ Der Verlag