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Indisch.
(1. d2—d4 Sg8—f6.)
Das klingt geheimnisvoll, soll es auch, um die mystische Tatsache zu kennzeichnen, daß plötzlich aus einer schlechten Eröffnung eine gute wurde; daß, wie durch ein Wunder, aus der verpönten Verrammlungstrategie ein wohlgeordnetes, an aggressiven Wendungen von Schwarz überreiches Spielsystem entstand.
Trotz aller historischen Belege ist die indische „Verteidigung des Damenbauernspieles" schon aus dem Grunde als eine stolze Errungenschaft des neuen Schachs zu betrachten, daß sie in ihrer nunmehrigen Ausgestaltung die früher unbekannte Tendenz zum Ausdruck bringt, den ganzen Entwicklungsgang der Partie vom Standpunkt des Nachziehenden aufzubauen. Dieser Standpunkt, der sich als natürliche Reaktion gegen das Ueberhandnehmen der wissenschaftlichen Prinzipien darstellt und der besonders in der indischen Eröffnung zum Ausdruck gelangt, läßt sich folgendermaßen kurz und bündig formulieren: Statt des Todes im Zentrum — Tod des Zentrums!
Hysteron proteron: Daß eine solche Strategie ein besonders Phantasie- und finessenreiches Spiel erfordert, ist selbstverständlich, und gerade die Neuromantiker (Aljechin und Bogoljubow, Breyer und Réti) nannten von jeher eine solche Kampfesweise ihr eigen.
Um übrigens die historische Perspektive des Werdeganges dieser Eröffnung besser wahren zu können, lassen wir eine Tabelle folgen, die uns von dem verdienstvollen Schachforscher, Oberingenieur Max Stainlein in München zur Verfügung gestellt wurde:
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