Bővebb ismertető
VORWORT
Was sucht der Leser, der sich ein Schachbuch kauft? Eine große Zahl von Lesern sieht im Schachbuch nur ein Mittel, die Spielstärke zu verbessern, wobei viele vor allem zu Eröftnungsbüchern greifen, weil sie gerade diesem Teil der Partie besondere Bedeutung beimessen. Andere bevorzugen Partiesammlungen großer Meister sowie Turnier- und Wettkampfbücher, während wieder andere sich besonders in Endspielbücher vertiefen. Indessen denken auch viele, die sich für ein Schachbuch interessieren, überhaupt nicht an die Hebung ihrer Spielstärke. Sie kaufen ein Schachbuch einfach deshalb, weil sie Freude an der Schönheit unseres herrlichen Spiels empfinden. Andere Leser fesselt weniger das Schach selbst, ganz gleich, ob man es als Spiel, Kampf oder Kunst bezeichnet. Sie befassen sich mit der Geschichte des Schachs, wobei die Beschäftigung mit seiner Geschichte die vielseitigsten Einblicke in die allgemeine Geschichte und besonders in die Kulturgeschichte gewährt. Andere Leser widmen ihre Aufmerksamkeit den Persönlichkeiten der großen Meister des Schachs, ihren Stärken und ihren Schwächen sowie den Ursachen ihrer ungewöhnlichen Begabung.
Gibt es ein Buch, das von allen Dingen, mit denen sich Leser von Schachbüchern beschäftigen, etwas enthält? Ja! Dieses Buch kann jedem Leser etwas geben, ganz gleich, aus welchen Gründen er sich entschließt, ein Schachbuch zu erwerben. Zu diesem Buch kann der Leser greifen, ganz gleich, ob er über Philidor, die Spanische Partie, über Bauernendspiele, über das Fernschach, das Frauenschach oder über das Schachdorf Ströbeck etwas lesen will.
Die alphabetische Reihenfolge macht das Buch so übersichtlich, daß oft ein kurzer Blick genügt, um zu wissen, über was man gerade nachschlagen will. Wegen seiner Vielseitigkeit wird das Buch auch einen großen Leserkreis ansprechen und damit zur Verbreitung unseres schönen Spiels beitragen.
Wolfgang Unzicker
Vorwort zur Neubearbeitung
Die wohlwollende Aufnahme, die unserem Schachlexikon zuteil wurde, erlaubt es uns bereits 3 Jahre nach seinem ersten Erscheinen, eine weitere Auflage in Angriff zu nehmen. Mein ehrlicher Dank gilt hier allen Kritikern, insbesondere auch denjenigen, die mir halfen, diese Ausgabe vollständig zu überarbeiten und zu ergänzen. Die monatelangen sachlichen Diskussionen, die vom Erscheinen des Schachlexikons angefacht wurden und vielfach umstrittene Fakten der Schachgeschichte zum Thema hatten, war für uns ein weiterer Beweis, daß unser Buch mit großem Interesse aufgenommen worden ist, und ermunterte uns, eine Neuauflage zu machen. Mein besonderer Dank sei hier - stellvertretend für viele andere - an die Herren Alfred Diel, Ulrich Grammel und Egbert Meissenburg gerichtet.
Im Januar 1981 Klaus Lindörfer