Bővebb ismertető
Die Frage schwarz-weiB oder farbig stellt sich dem Fotografen im Einzelfall, nicht aber der Fotografie in der Gesamtheit: Farbfotografie ist eine technische Fortentwicklung der Fotografie, eine neue Variante, die keinesfalls die altere SchwarzweiBtechnik verdrangen wird. Beide behaupten sich gleichberechtigt nebeneinander. Weite Kreise prophezeiten ehedem das bevorstehende Ende des SchwarzweiBkinefilms. Zunachst schienen es nur mehr finanzielle Gründe zu sein, die dem einfarbigen Film noch einige Chancen lieBen. Nachdem aber die allgemein erschwinglichen und leicht zu handhabenden Mehrschichtenverfahren in die Stúdiós Einzug gehalten hatten, war auch dieses Argument entkraftet. Die Gründe, warum man sich für das eine oder andere Aufnahmeverfahren entscheidet, sind beim Film die gleichen wie in der Fotografie. Es lohnt, sie zu untersuchen. Okonomische Gründe Für den Fotoamateur gibt es keine hinreichenden Einwánde gegen oder für das Farbverfahren aus finanziellen Gründen. Lediglich das farbige Verfahren im Mitteloder GroBformat ist kostspielig, und wer Wert auf farbige Papierkopien in ansehnlicher GröBe legt, muB entschieden tiefer in den Beutel langen. Die verbreitete Methode aber, auf Umkehrfilm zu fotografieren und im direkten Verfahren Kleinbilddiapositive zu erhalten, ist als recht preiswert zu bezeichnen. Fototechnische Gründe Es gibt einige (wenige) Falle der Aufnahmepraxis, in denen man von der Farbaufnahme absehen muB, weil einfach die Herstellungstechnik der Filmfabriken noch nicht allén Anforderungen gewachsen ist. Dazu gehören unter anderem: Momentaufnahmen unter schlechten Lichtverhaltnissen ohne Zusatzlicht - dafür ist der Farbfilm noch zu wenig empfindlich - und teilweise Aufnahmen im Mischlicht - obschon man mit Farbfilterung zu akzeptablen Ergebnissen gelangen kann. Es kommt so gut wie nie vor, daB man aus fototechnischen Gründen auf eine SchwarzweiBaufnahme verzichten müBte. Wo Farben aneinanderstoBen, die im Bild gleiche Grautöne ergeben und somit die Kontúrén ineinanderflieBen lassen, da kann man durch Farbfilter oder Beleuchtungseffekte einem MiBerfolg begegnen. Dramaturgische Gründe Hier soll ein Beispiel des fotografischen Alltags Pate stehen: Campingfreunde am abendlichen Lagerfeuer. Die SchwarzweiBwiedergabe dieser Szene wird das Lichterspiel zum Thema habén müssen: das Flakkern der Flammen, die bizarren Schatten, Gloriolen und übergange. Ganz anders wird das, wenn Colorfilm in der Kamera ist.