Bővebb ismertető
Vorwort.
„Was ist Schach?" — Vielleicht ein Nichts . . Eine bloße Spielerei . . .
„Was sollte es sein?" — Alles, denn es gestaltet die Kunst des Kampfes zum siegreichen Kampf der Kunst!
Glorreiche Namen und Taten füllen bereits das Schachpantheon. Die moderne Turniergeschichte beginnt wohl mit Hastings 1895. Sie umfaßt das im Zeichen der unbestrittenen Laskerschen Weltmeisterschaft stehende Dezennium 1894—1904 und weist die Turniertriumphe von Lasker und Tarrasch, Pillsbury und Maróczy, Janowski und Schlechter, Burn und Atkins, Tschigorin und Charousek auf. Eine merkliche Verjüngung nicht nur in den wissenschaftlich erstarrenden Eröffnungsformeln, sondern auch in der Liste der siegenden Meister brachte das Turnier zu Cambridge-Springs 1904. Auch diese Verjüngungsperiode erstreckt sich auf zehn Jahre: 1904—1914, wobei neue Sterne wie Marshall und Duras, Vidmar und Bernstein, Spielmann und Niemzowitsch, insbesondere aber Rubinstein und Capablanca am Schachfirmament erstrahlten, ohne freilich den Glanz der alten Größen (zu denen sich noch Teichmann und Mieses gesellten) verdunkeln zu können. Ein hochwertiges Buch: „Die moderne Schachpartie" von Dr. Tarrasch (1913. — II. Aufl., 1916) ermöglicht uns, vieler Weisheiten und Schätze aus jener Zeitspanne teilhaftig zu werden, während hingegen das Chaos, das bald darauf im Leben und in der Politik, im Schach und in der Kunst folgte: Krieg. Umwertung aller Werte, Umsturz aller Größen, Anbetung neuer Wahrheiten — immer noch auf eine systematisch objektive Erklärung und Verklärung wartet.
Bevor wir uns zum Schachbüd der letzten Jahre wenden, wollen wir daher den geheimen Sinn und den inneren Wert des heutigen Weltgeschehens kurz skizzieren.
Das heutige Lebensschach — und zwar sowohl das öffentliche Leben als auch die Kunst und das Wissen — pocht nicht nur auf die tausendjährigen Erfahrungen, sondern sucht auch das Geheimnis der nächsten Jahrtausende in überzeugend realer Weise zu lösen. Wir leben nicht umsonst im Zeitalter der Relativitätstheorie, die an der göttlichen Allmacht mit kühler Wissenschaftlichkeit rüttelt; im Zeitalter der Kommunisterei, die allen „Errungenschaften der Kultur" hohnspricht; im Zeitalter des Expressionismus, der sich auf allen Gebieten der Kunst — Musik, Malerei, Poesie — dem Weltall egozentrisch entgegenstemmt.
Wie sieht nun diese geistige Umwälzungslawine im Schachleben aus? Gleich mit dem ersten großen Nachkriegsturnier (Göteborg 1920)