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EINFUHRUNG
Frühes Zi-ii^niü Dl«.- Kjt/e kjm \\;ihrMl»anlich iiiil ilcn Römern nach Briiannien. Dieser TerrakoHaZiegel aus Re.iilinjj si.immi aus dem I. nachchrisiiliehen lahrlumden.
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In vielen WcIti^cgciKlen ist die Katze lieute der Ix'liebtesie tierische Gelalirte des Menschen, doch zugleich wird sie ani w enigsten Senstunden. Viele Tierarten, die wir domestiziert hallen, entweder als Nutztiere oder als Meinitiere. sind von Nalur aus gesellig. Den Hund nennen wir -den besten Freund des Men.schen-. nicht weil wir ihn dazu gebracht haben, uns zu dienen, sondern weil er wie wir umsorgt und geliel")! w erden möchte. Dieses Verlangen nach gegenseitiger Zuneigung und Zuwendung ist in allen sozialen Lebewesen angelegt und ein Verhaltensantrieb bei domestizierten Tieren - abgesehen von der Katze. Als vierbeiniger Gefährte des Menschen lel.")t die Katze noch immer ihr eigenes Lelx-n.
Die Hauskatze, die \on der nordafrikanischen Wildkatze, der Falbkatze (siehe S, 18). abstammt, ist eine Hin-zelgängerin geblieben. Sie ist nicht aus einer kooperativ en Spezies her-N'orgegangen. deren Indix iduen gemein.sam leben und jagen, wie es manche größere Katzenarten, etwa die L(')wen. tun. Kleine Nagetiere. Aniphibien und Vögel stehen auf dem Spei.sezettel der Wildkatze, und diese Beule reicht gerade au.s. den eigenen
Kcli^ioM- Ak/.cplaii/. Die K;ii/e hai in der cliiiMlicheii Uelininn unlerscliiedliche Rollen Kcspieh. Im Kvannelkir von l.imli-.|.irne tlinksi
ti^^ V«. wird sie wohlwollend tlarnesic
Hexenkatzc
Im Ih. Jahrhunden wurde Europa von religiösem Fanatismus erfaW. Wegen ihrer niichtlichen Lelx/nsweise galt die Kaize in den Augen der Kirche als l>usc.
di«ch sp.iicr hrachie man sie mit Kei/ea-i in X'eriiiniliinn,
Magen zu füllen. Deshalb entwickelte sie eine natürliche Linab-hängigkeit und begnügte sich daniit. allein zu leben und zu !agen und mit Artgenossen luir bei Re v iers ti'e i t i gk ei te n oder bei der l'aarung zusammenzutreffen. Als Katzen Eingang in die men.scbliche Gemeinschaft fanden.
entdeckten jene, die freundlich aufgenommen wurden, dort eine ergiebige Nahningsqiieile. Die natürliche Evolution begünstigte geselligere Einzeltiere, und so v erwandelte sich die Wildkatze allmäiilich in die Hauskatze, wie wir sie heute kennen.
Gestalt und Funktion
Seit der Hau.stierwerdung vor mehr als 4000 jähren ist die Katze abwechselnd vergöttert und verfolgt worden. Manche Kulturen waren fasziniert \ on der natürlichen Fruchtbarkeit der Katzen. andere erkannten in ihrem Veriial-ten die Handschrift des Teufels. Die mil^verstandene Fähigkeit der Katze, als einsamer nächtlicher Jäger zu überleben, liegt \ ielen faLschen Vorstellungen zugrunde, die sich her-au.sgebiklet und teilweise bis lieule gehalten haben. In Wahrheit ist die Katze eine der erfolgreichsten Schr)pkmgen der Natur. Ihre gesamte .Anatomie ist das Resultat evolutionärer Logik, und so entstand ein Tier voller Anmut und Schönheit. Seine IHipillen weilen sich in der Dunkelheit und verengen sich im Sonnenlicht zu Schlitzen. Tastemplindliche Scbnurriiaare weisen der Katze den Weg. w enn sie im Dämmerlicht auf die Jagd geht, und