Bővebb ismertető
Einleitung
Knoten knüpfen kann jeder. Wer nur einen oder zwei Knoten aus diesem Bucli lernt, wird froh sein, es gekauft zu haben. Wer zehn Knoten lernt, könnte Begabungen in sich entdecken, mit denen sich ganz neue Perspektiven eröffnen. Denn das Erlernen und Oben von Knoten bietet immer wieder aufs Neue Anreiz und Freude. Knoten zu binden ist eine fundamentale, aber auch faszinierende Tätigkeit: Es ist Kunst, Handwerk, Wissenschaft und Philosophie - alles in einem. Es gibt tausende Knoten und hunderte Bücher zu diesem Thema, noch dazu gibt es die »Internationale Gilde der Knotenknüpfer« (International Guild of Knot Tyers), eine weltweite Vereinigung von Leuten, die gemeinsame Interessen in allen Bereichen dieses Fachgebiets teilen.
Die Fähigkeit, ein paar grundlegende Knoten, Steke und Laschungen zu binden, ist von unschätzbarem Wert und unterscheidet einen passiven Zuschauer von einem Menschen, der sich und anderen aktiv zu helfen weiß. Genauso wie man in der
Lage sein sollte, Fahrrad zu fahren, eine elektrische Sicherung zu wechseln, eine Landkarte zu lesen, Auto zu fahren, zu schwimmen oder Erste Hilfe in einem Notfall zu leisten, so sollte man auch ein paar Knoten beherrschen. Bs ist nur vernünftig, unsere Abhängigkeit von Gurt- und Steckschnallen, Clip-, Reiß- und anderen Schnellverschlüssen, Sicherheitsnadeln und SuperklebstofF abzulegen, wenn doch ein kurzes Ende Schnur oder Leine zusammen mit dem richtig gewählten Knoten genauso gut, oft sogar besser funktioniert.
Geschichte und Geschichten der Knoten
In grauer Vorzeit, noch bevor der Mensch Feuer machen konnte oder das Rad erfunden war, bevor er den Wind nutzen oder Ackerbau betreiben konnte, ja vielleicht sogar bevor er überhaupt seine einzeln hervorgestoßenen Laute zu Sätzen verbinden konnte, da wurden bereits Knoten gebunden.
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Im antiken Griechenland liebte man Knoten zu machen, die sich kaum wieder lösen ließen. Als jener größenwahnsinnige Kriegsherr Alexander der Große vor dem »unlösbaren« Gordischen Knoten stand, da, so sagt es die Legende, durchschlug er ihn mit einem Hieb seines Schwertes, und bis heute steht die Redewendung »den gordischen Knoten lösen« für die Bewältigung schier unlösbarer Aufgaben.
Der griechische Philosoph Piaton (428-347 V. Chr.) empfahl die Todesstrafe gegen jeden zu verhängen, der Leichtgläubigen mittels Knotenzauberei nachstellte oder sie ausraubte. Sogar noch im Jahre 1713 verurteilte das Parlament der französischen Stadt Bordeaux einen Angeklagten zum Verbrennen bei lebendigem Leib, weil er eine ganze Familie mit magischen Knoten verhext haben sollte.
Griechische wie römische Arzte verwendeten geknotete Schlingen bei Operationen, und der Wissenschaftler und Historiker Plinius der Ältere (23-79 n. Chr.) schrieb, dass Wunden schneller heilten.