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1 Der Vatikanstaat liegt im Westen Roms nahe dem rechten Ufer des Tiber und umfaßt eine Fläche von nur 44 Hektar, die auf fast allen Seiten von Mauern umgeben ist. Von den rund 750 Einwohnern sind etwas mehr als die Hälfte auch vatikanische Staatsbürger. Insgesamt arbeiten hier rund 3000 Menschen in der Verwaltung und in den Betrieben. Das Territorium, dessen Grundriß einem Trapez gleicht, ist zur Hälfte bedeckt mit Bauten (rund 11000 Räume), Plätzen und Straßen, zur anderen mit den Vatikanischen Gärten.
2 Der Petersplatz, dessen Gestaltung Papst Alexander VII. im 17. Jahrhundert dem Architekten und Bildhauer Giovanni Lorenzo Bernini übertrug, gehört zu den Sehenswürdigkeiten Roms. Der ungarische Maler Koos Huvas Gergely aus Budapest, der die berühmten Plätze und Paläste europäischer Städte malt, mißt seine Kräfte am Petersdom und an Berninis Kolonnaden.
3 Die Kuppel des Michelangelo ist das eigentliche Zentrum der Peterskirche über dem Äpostelgrab und dem Hauptaltar. Ihn überragt der riesige Baldachin von Bernini, den Papst Sixtus V. erbauen ließ. Der goldbronzene Baldachin erreicht mit 29 Metern die Höhe des Palazzo Farnese. In der Kuppel, deren Höhe mit Tambour 132,5 Meter beträgt, verläuft ein Wandelgang in 73 Metern Höhe, der den Blick von oben in die Basilika freigibt.
4 Schon am Tage nach seiner Wahl verläßt Papst Johannes Paul II. überraschend den Vatikan, um seinen polnischen Freund Bischof Andrea Deskur aufzusuchen, der schwer krank in der Klinik Gemelli liegt. Die Geste zeigt, daß der neue Papst zu raschen Entschlüssen, ohne bürokratische Rücksichten, bereit ist. Die Römer längs der Strassen begrüßen begeistert ihren neuen Oberhirten; zum erstenmal seU 450 Jahren ein Nichtitaliener.
¦ 5 An hohen Feiertagen versammeln sich bis gegen 200000 Menschen auf dem Petersplatz. Über 30000 amerikanische Katholiken kamen zur Heiligsprechung Paul Newmans, des ersten Heiligen Nordamerikas, nach Rom. Von den Tribünen für Presse und Fernsehen hinter der Kolossalstatue des Petrus fangen Teleobjektive das bewegte Geschehen auf dem Platz ein.