Bővebb ismertető
Einleitung
Typische Liiiiilsdiiifi am Miticllatif iter Loire. Blick von den Gärten von Schloß Aienctrs.
Die Bezeichnung „Loireschloß" ist keine klare Definition. Das kleine SchioCi an der Quelle des Flusses in Ligeret, abgeleitet von Liger, dem lateinischen Namen der Loire, könnte freilich damit gemeint sein. Verallgemeinernd versteht man darunter aber alle Schlösser, die sich entlang der Loire, an ihren Nebenflüssen oder auch nur in deren Nähe erheben. Im Schnittpunkt geographischer und historischer Daten liegt hier ein Gebiet, das von einem dichten Netz berühmter Schlösser überzogen ist: das Tal der Loire. Der Strom hat sich hier sein Bett gegraben: Im Sommer schlängelt er sich nur dahin, doch nach der Schneeschmelze brandet seine Flut gegen die Dämme. Hier spielt auch die Geschichte der Loire als Residenz der Könige, als Garten Frankreichs, als Region der
bildenden Kunst, der Literatur und als Wiege der Renaissance. Aber auch unabhängig von seiner Entfernung von dem berühmten Tal kann ein Schloß noch „Loireschloß" genannt werden — in den Reiseführern der Fremdenverkehrsämter oder auf den Meßtischblättern der Kartographen. Wie aber verhält es sich mit den anderen Schlössern, die in diesem königlichen Stil, der überall in Frankreich verbreitet war, erbaut wurdeni-Am Lignon liegt beispielsweise das berühmte, im Schäferroman Astrde beschriebene Schloß La Bastie d'Urfe, das zu den Meisterwerken der Renaissance gehört. Es wird aber meist nicht zu den Loireschlössern gezählt, da der Lignon oberhalb von Roanne noch als reißendes und nicht schiffbares Wildwasser in die Loire strömt.