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Dort im Verborgenen wächst die Knospe unserer neuen Heimat.
Der junge König und ich geben dir, Adolf, diese Unsere Gebiete rechts des Rheins zum Lehen." Kraft und Treue hatte er bewiesen. UnerschütterHch hatte er dem mächtigen Kölner Erzbischof Anno zur Seite gestanden, bis Pfalzgraf Heinrich der Wütende 1060 geschlagen und dem furchtbaren Plündern, Morden und Brennen ein Ende gesetzt worden war. Verbrieft und gesiegelt erhielt der tapfere Ritter den wohlverdienten Lohn. Es waren keine reichen Lehen, kaum gerodete, keine großen, noch nicht einmal zusammengehörende Königsgüter.
Die Getreuen des bärtigen Grafen ließen die Schultern hängen, wagten sogar, hinter vorgehaltener Hand zu murren. Von Deutz aus wies Adolf zu den nahen Wäldern und Anhöhen hinüber. „Verzagt nicht, Männer! Dort im Verborgenen wächst die Knospe unserer neuen Heimat. Sie wird aufblühen, mächtig und unübersehbar. Das schwöre ich, bei meiner Ehre." Verblüfft hielten die Gefolgsleute den Atem an, noch nie hatten sie solch lange und blumige Rede aus dem Mund ihres Herrn vernommen. Für ihn gab es kein Hü und Hott, kein Vielleicht und Beinah, vor allem kein unnützes Geschwätz um eine Sache, wie man es in Köln an jeder Straßenecke hören konnte. Er war ein Mann der Tat, aufrecht, streng, und die Ritterehre bedeutete ihm mehr als sein Leben.
Ohne Widerspruch folgten die Mannen dem Grafen in die Wildnis. Entlang des Ufers der Dhünn schlugen sie sich den Weg durch das Dickicht. Adolf hob den Blick und entdeckte eine schroffe Felshöhe. Kühn ragte sie über dem Tal. Hoch im Blau des Himmels zog der Adler seine Kreise. Nur ein steiler, steiniger Weg