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Vorwort
Der Verfasser dieses Buches, Otlo Waicha, wurde am G.August 1901 in Riesa als Sohn des dortigen Stadlarztes geboren. Nach dem Besuch des Meißner Realgymnasiums und nach einem Studium an der Kunstgewerbeakademie und an der Technischen Hochschule in Dresden war Otto Waicha seit 1924 Kunsterzieher am Franziskaneum (Realgymnasium und Oberrealschule) und später gleichzeitig noch an der Landesschule St.Afra (Fürstenschule) in Meißen. Schon damals begann er nebenbei zu malen, zu schreiben und sich mit der Keramik zu beschäftigen. Bei dem bekannten Keramiker Feuerriegel absolvierte er einen praktischen Lehrgang. Als Otto Waicha aus Krieg und Kriegsgefangenschan; zurückgekehrt war, widmete er sich ganz der Malerei und der Schriflstellerei. In seinen belletristischen und kunstgeschichtlichen Arbeiten behandelte er oft Themen aus der Weit der Keramik, wie in den Romanen »Rivalen« (1963) und »Feuer, Wasser, Luft und Erde« (1966) oder in den Büchern »Bunte Erden aus aller Welt« (1957) und »Porzellan« (1963). 1957 berief man Otlo Waicha als Leiter des Archivs an den VEB Staatliche Porzellan-Manufaktur Meißen. Eine Frucht seiner Archivstudien waren zahlreiche Aufsätze zur Ge-
schichte des Meißner Porzellans, die ihm bald in Fachkreisen den Rufeines ausgezeichneten Kenners auf diesem Gebiet einbrachten. Seit 1960 beschäftigte ersieh mit einer umfassenden Darstellung des Meißner Porzellans. Nach gründlichen Vorarbeiten beendete er das Manuskript im Jahre 1968, konnte jedoch eine noch notwendige Überarbeitung nicht mehr selbst vornehmen. Otto Waicha starb nach kurzer, schwerer Krankheit am 25. Mai 1968. Die Überarbeitung seines Manuskriptes konnte erst 1972 vorgenommen werden. Sie ist im allgemeinen nicht über den Rahmen einer redaktionellen Bearbeitung hinausgegangen. Walchas Text wurde durch die Einleitung ergänzt, die eine Übersicht über die historische Situation geben soll, in der das Meißner Porzellan entstand. Einigen Kapiteln wurden kurze Darstellungen der gleichzeitigen historischen Vorgänge beigefügt (8, 10-12,14-16). Die drei letzten Kapitel sind neu gestaltet, wozu ein umfangreiches Manuskript Otto Walchas und Aufzeichnungen von Herbert Neuhaus, dem ersten Direktor der Manufaktur nach 1945, verwendet werden konnten. Für die Bearbeitung lagen wertvolle Hinweise von Herrn Prof. Dr. Rudolf Forberger (Akademie der Wissenschaften der DDR) und Herrn Prof. Dr. Gerhard Schilfert (Humboldt-Universität Berlin) vor, für die hier herzlich zu danken ist.
H.R.