Bővebb ismertető
LUCCALucca erhebt sich wie eine Insel aus einer kleinen, fruchtbaren Ebene zum Eingang in die Garfagnana. Schützend umgeben die Stadt ihre vielkan-tigen Mauern. Die strenge Bauweise altér Befestigungskunst wird géműdért durch das Grün der Báume, die nun auf den Wáílen wachsen. Behrr-schend erhebt sich der Monté Pisano über der Ebene, durch die der Arno seinen Lauf zum Meer nimmt. Auf der gegenüberliegenden Seite von Lucca erheben sich die waldreichen Hánge des Appennin und der Apuani-schen Alpen, zwischen denen der Serchio dahinströmt. In der letzten Zeit habén sich um die Altstadt die modernen Wohnviertel ausgebreitet. Aber innerhalb der Ringmauern sprechen unverándert die zinnengekrönten Türme und die Campanile, die Kirchen und Palásté zu dem Besucher von der einstigen Macht und Blüte dieser Stadt. Gewundene enge Gassen, in denen sich die Háuserfronten fast zu berühren scheinen, wechseln mit kleinen Piátzen, oder sie öffnen sich zu weitráumigen Fláchen, wo sich die groften Kirchen erheben. Enge und Weite begleiten so den Besucher durch die architektonische Vielfalt der Altstadt, die als ein in sich geschlossenes Bild einen lebendigen Zeitablauf der Stadtgeschichte bietet. Der mittelal-terliche und romanische Baustii sind die vorherrschenden Formen des altén Lucca, wáhrend uns Siena die gotische Epoche, Florenz die Renaissance zeigen. Das einheitliche Bild, das sich hier anbietet, ist die Folge einer natürlichen und kontinuierlichen, historischen Weiterentwicklung, die in den Stilrichtungen sichtbaren Ausdruck findet. Von dem Bau des römischen castrums bis zur Errichtung der die Stadt schützend umschlieJ&enden Befestigungen im 16. Jahrhundert konnte sich diese fortlaufend ohne Bruch oder radikale Eingriffe in das schon Bestehende weiterentwickeln. Selbst im vergangenen Jahrhundert, das in vielen anderen Stádten eine tiefgrei-fende Veránderung der Altstádte brachte, konnte Lucca dank des Ver-stándnisses seiner Bürger für ihre eigene Geschichte wesentliche Stilele-mente empfangen, die mit dem Bestehenden in glánzender Weise harmo-nieren. Die Gestaltung des Platzes um das römische Amphitheater, sowie die gartentechnische Ausgestaltung der Befestigungen stammen aus dieser Zeit. Die viereckige Form des altén römischen Lagers, umgeben von Wál-len, bildete den Ausgangspunkt für die spátere Weiterentwicklung der Stadt. Die anfánglichen, römischen, militárischen Zweckbauten des Lagers wurden dann durch die ganze architektonische Vielfalt eines Amphitheaters und eines Theaters gemildert und aufgelockert. Verfallserscheinungen der Kultur, die in manchen Stádten in deren Architektur zum Ausdruck kom-men. finden sich in Lucca nicht. Die Stadt konnte auch wáhren der lom-bardischen Herrschaft ihre Bedeutung als militárischer Stützpunkt, aber auch als Kreuzungspunkt wichtiger HandelsstraEen nicht nur beibehalten, sondern auch weiter festigen. Als Sitz eines Bischofes erfreute sich Lucca eines regen kulturellen Lebens, das in der Bautátigkeit seinen Ausdruck fand. Die wichtigsten Kirchen entstammen dieser Periode. Ganz wesentliche Impulse, die noch lange den blühenden Handel der Stadt bestimmten, gingen von einem Handwerk aus, das sich in dieser Zeit in Lucca rasch entwickelte und zu einem der bedeutendsten Erwerbs- und Handelsartikel wurde, die Zunft der Weber. Dem Fleift der Handwerker, der Tüchtigkeit seiner Kaufleute und dem Kunstsinn seiner Patrizier und Adeligen, verdankt Lucca ganz wesentliche Impulse für seine Entstehung im Mittelalter. Wohl erhoben sich auf den einst die Gründungsepoche der Stadt bestimmenden Überresten römischer Bautátgkeit ungeordnet viele Neubauten. Trotzdem verstand man es, den Grundrift, mit dem einst römische Baumeister in