Bővebb ismertető
Wie ein wohlgeformtes Blatt liegt das Wallis in den Penninischen Alpen. Die Hauptrippe, das Rhonetal, mit der Spitze am Gottliardstock und dem Stielende am Genfersee. Links und rechts die Nebenrippen - die Seitentáler. Durch die Hauptrippe pulsiert das befruchtende Elixier, fliesst in die Nebenrippen und in die Zellen, die dazwischen liegen. In seiner Struktur ein einfaches, klar gegliedertes Stück Erde. Seine Grenzen tun sich nirgends Zwang an, lassen aber auch nichts beiseite, das ihnen gehört. So einfach wie die Kontúrén, so klar ist auch der Aufbau des Landes. Zuunterst die tiefe Furche des grossen Tales mit der guten, fruchtbaren Erde; darüber die Hánge, zuerst mit Reben, dann mit Wald und dürftigen Áckern; noch höher die Alpen, erst saftig, dann mager, und schliesslich die Berge, anfánglich sanft, dann wild und máchtig. Ein vollendetes Crescendo. In der untersten Stufe, im Herrschaftsbereich der Rhone, zeigen sich auf Schritt und Tritt die Spuren einer bewegten Vergangenheit. Die Geschichte des Wallis ist grausam, aber schön. Grausam, weil das kleine Land gegen seinen Willen immer wieder in die Hándel der Grossen hineingerissen wurde, schön, weil sein Volk jedesmal, wenn die Rechte freier Menschen in Frage standén, zu den Waffen griff, die Schmarotzer am angestammten Gut knebelte und die Eindringlinge mit blutigen Köpfen nach Hause schickte. Wáhrend Jahrtausenden war das Wallis das begehrte Land der Herrschsüchtigen. Seine Lage bestimmte sein Schicksal. Wer das Wallis besass, konnte sich dies- oder jenseits der Alpen in die Schlacht wagen. Der Grosse St. Bernhard hat von