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»Wer die Menschen geiuinnen luí 11, muss das Herz zum Pfand einsetzen.«
Adolph Kolping
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200 Jahre alt - und immer noch auf der Höhe der Zeit. Wer kann das schon von sich behaupten? In der Schlussszene des Musicals »Kolpings Traum«, das im Jubiläumsjahr 2013 in Fulda und Wuppertal gespielt wurde, fragt sich Gesellenvater Adolph Kolping selbst, was aus seinen Ideen geworden ist. Mit dem vorliegenden Buch versucht das Kolpingwerk Deutschland eine Antwort auf diese Frage. Keine Bilanz - eher eine Bestandsaufnahme, wie sich die Dinge seit den Zeiten der ersten Gesellenvereine in Elberfeld und Köln über den Rheinischen Gesellenbund bis hin zum gro-\ ßen Sozialverband mit seinen Einrichtungen entwickelt haben. Damals wie heute galt und gilt das besondere Augenmerk denen, die sich nicht oder nicht ausreichend selbst helfen können. Adolph Kolping übernahm
Verantwortung; dies hat er auch jenen aufgetragen, die heute für seine Ideen eintreten.
Kolping war Priester, nicht Politiker; politisch agiert hat er gleichwohl. Seine Vorstellungen für eine sozialere Wirtschaft und eine gerechtere Gesellschaft legten den Grund für die katholische Soziallehre, die die Kirche, wenngleich erst Jahre später, entwickelte. Deswegen ist heute jede Diskussion im Nachgang zur Finanz- und Staatsschuldenkrise, jede Diskussion über die Lehren daraus auch eine Diskussion über die Rückkehr zu den Wurzeln - die Rückkehr zu Adolph Kolping. Sich nicht in jeder Situation selbst helfen können - das gilt nicht nur Menschen, das gilt auch für Märkte. Daher stehen Kolping zu seinen Lebzeiten und das Kolpingwerk heute für einen Ordnungsrahmen, der Freiheit nicht verhindert, sondern Freiheit in Verantwortung ermöglicht.
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