Bővebb ismertető
Land der Burgen,
der Wälder und des Weines
Hohenlohe — eine der profiliertesten Kernlandsdiaften des schwäbisdi-fränkisdien Stufenlandes, geliebt und als Besonderheit geaditet, weist bei all seinen Vorzügen eine reidie Vergangenheit und lebendige Gegenwart auf. Wer durch Hohenlohe fährt, von Ost nach West, von Nord nadi Süd, über die Hochebene und durch die Täler, den umfängt allerorten eine heitere, weltaufgeschlossene Landschaft. Ein Natur-Kurgarten weitet sidi. Sattdunkle Waldflecken wechseln ab mit hellen Adeerstreifen. An den Hängen der tief in den Muschelkalk eingeschnittenen Täler und an den Terrassen der Keuperbergstufe winden sich Rebengirlanden empor. Die Flüsse ziehen in Krümmungen dahin. Zu entdecken gibt es gar vieles. Burgen und Kirchen laden ein. Fresken schmücken die Wände einfacher Dorfkirchen. Die Gotteshäuser stammen aus der Romanik, der Gotik, der Renaissance, dem Barock und dem Rokoko. Die Neuzeit hat sich mit den schlichten Bauweisen aus Beton und Glas manifestiert. Die Städtdien zeigen vielfach noch mittelalterlichen Charakter, abzulesen an den Fachwerkgiebeln und den Kunstsdimiedeschildern. Gotische Brunnen und frühbarocke Madonnen, fromme Bildsäulen, Kreuze und alte Bürgerhäuser um den Markt leihen Ansichten einer von Traditionen sorgsam gehüteten Welt.
Die territoriale wie konfessionelle Lage der Gemeinden Hohenlohes läßt sich allein aus der Zahl der Miniaturresidenzen ablesen. Hier scheint die Zeit im Jahre 1806 stehengeblieben zu sein. Damals kam Napoleon auf die keineswegs geniale Idee, Hohenlohe, das Herzstück Frankens, den Würt-
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tembergern zuzuschreiben. Diese aber ließen das Land und seine Menschen rechts vom Nedtar liegen, weil sie mit dem Danaergeschenk des Korsen wenig anzufangen wußten. So blieb Hohenlohe Bauernland. Während um Heilbronn sich eine einzige Industriegasse bildete, drang in dieses Reich der Wälder und der kornschweren Felder verhältnismäßig spät das industriell geprägte Leben vor. Handel und Kleingewerbe blühten und brachten steten Wohlstand in das Land. Repräsentant Hohenlohes ist der Landkreis, der seinen Namen trägt. Er bildet die verwaltungspolitische Brücke vom Neckarraum zum Taubergau und zählt zur Region Franken. Wie ein riesiger Landschaftsgarten stellt er sich dem Besucher vor. Vom Süden fallen steil die Hänge von der Keuperstufe herab. Sie tragen das Kleid dichter Wälder und sdimücken sich mit dem Laub der Reben. Weit gen Norden streckt sich der Teppich der Ädter und Wiesen auf der Hohenloher Ebene bis hin zum Bauland. Lichte Haine und Hölzer leihen allem das stets abwechselnde Spiel von Farben und Schatten. Dörfer und Höfe bilden das Reich des Menschen. Schlösser einen sich mit stattlichen Bürgerbauten und großangelegten Bauerngütern. Überflüssig zu erwähnen, daß in solch einem Land der Tisch reich und freundlich für den einkehrenden Gast gedeckt ist.
Hohenlohe — ein Land der Burgen, der Wälder und des Weines lädt ein. „Komm, bewegter Erdengast und halte hier vergnügte Rast " (Nikolaus Lenau in Öhringen)
Weinberge im Kochertal bei Ingelfingen, im Hintergrund Ruine Lichteneck