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Die weltliche Stadt, Gründung und GeschichteDer Breisgau war eine Verwaltungsregion des fränkischen Reiches. Ein Graf stand als Beamter des Königs an der Spitze des Gaues, er verfügte über die Gerichtsgewalt und den Heerbann. Im Laufe der Zeit wurde das Amt erblich. Der Gau hat seinen Namen von der damaligen Gauhauptstadt Breisach. In seiner Ausdehnung reichte er von Waldshut über das Rheinknie bei Basel bis etwa nach Kenzingen, vom Rhein bis zu den Schwarzwaldhöhen, umfaßte also im Grunde die schmale, langgestreckte oberrheinische Ebene. Als ritterlicher Sitz muß Zähringen genannt werden. Diese ehemalige Burg heute längst Ruine liegt oberhalb des gleichnamigen Dorfes. Die Burg war Reichsbesitz, aber den Grafen des Breisgaues als Lehen gegeben. Die bisherige Forschung glaubt, daß die Burg z. Zt. Berthold I. (1024 bis 1079) vorhanden war oder gegründet wurde. Kurz darauf, also nach 1079, entschied sich Berthold II. (10791111) dafür, auf dem Freiburger Schloßberg seinen Sitz zu errichten, das Burghaldeschloß, der seiner Würde und Macht angemessen erschien. Er verband seinen Namen mit dem Titel eines Herzogs von Zähringen. Der neue Bau auf dem Freiburger Schloßberg wurde bald erweitert und muß eine ansehnliche Anlage im romanischen Stil gewesen sein. Das weltliche Leben hatte damals stets auch eine starke geistliche Komponente. So gründete Berthold II. im Jahre 1091 das Kloster St. Peter im Schwarzwald, besetzte es mit Benediktinermönchen aus Weilheim ob der Teck und schuf so das Hauskloster und die Grablege der Zähringer. Das Land zu Füßen der neuen Burg war erfüllt vom Leben einiger Dörfer, von denen wenigstens Zähringen, Betzenhausen, Uffhausen, Merzhausen und Günterstal genannt sein sollen.Berthold II. hatte zwei Söhne, die ihm in der Herrschaft folgten: Berthold III. (11111122) und Konrad (11221152). Diese beiden Brüder sind von Bedeutung: Konrad hat im Einvernehmen mit Berthold im Jahre 1120 Freiburg gegründet. Nachdem der Wald unterhalb der neuen Freiburger Burg gerodet worden war, ist die Stadt auf der Schotterterrasse der Dreisam angelegt worden. Einbezogen wurde die alte Salzstraße, die zu den Reichsstraßen zählte. Als Hauptachse und Kreuzung in ihr bildete man eine breite Marktstraße, die heutige Kaiser-Joseph-Straße. In ihren Verkaufslauben spielten sich der Handel der Handwerker und jegliches Gewerbe ab. Liebenswürdiges und einmaliges Erinnerungsstück an die Stadtgründung sind die Bächle. Sie, die heute noch an den Straßenrändern fließen, lagen ursprünglich in der Straßenmitte und waren dazu bestimmt, Unrat und Abfälle wegzuschwemmen und bei Feuersbrunst Löschwasser zu geben. Im Laufe der Zeit sind viele dieser Bächle verdeckt worden. Gespeist wurden sie von einem Arm der Dreisam, der in der Nähe des Schwabentores wirksam wurde, sich bei Oberlinden in zwei Hauptarme teilte, die sich schließlich bei der Werder- und Rotteck-Straße wieder vereinigten.Stadtgründungen erfolgten damals nicht ohne materielle Hintergedanken. Städte boten gegenüber Dörfern größere wirtschaftliche Vorteile, gesteigerter Handel und blühendes Gewerbe brachten Wohlstand und Abgaben. Freiburg wurde alsbald so ein Mittelpunkt von Handel und Gewerbe und stellte nach verhältnismäßig kurzer Zeit Offenburg und 5 Villingen in den Schatten. Nah- und Fernhandel sicherten sich hier einen festen Platz. Im