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DubrovnikDie Gründung dieser frühmittelalterlichen Stadt auf dem nackten Meeresgestein, vor der schroffen Küste zerklüfteter Berge am Rande des Adria-tischen und des Mittelmeeres und am Ufer des Balkans bestimmte ihre Entwicklung vom unruhigen 7. Jahrhundert bis zu Napoleons wilden Tagen. Die Bürger von Dubrovnik zogen von diesen unfruchtbaren Küstenküppen in die Welt, um nach Brot zu suchen und nach Mitteln, ihre Stadt zu verteidigen, die vom Land und vom Wasser her allzuleicht anzugreifen war. Fieberhaft mussten sie sich bemühen, ihren Angreifer abzulenken, reiche Handelsleute heranzuziehen und ferne Beschützer und Freunde zu gewinnen, die keine Forderungen nach ihrem Land und Boden stellten.Vielleicht war dieser Felsen schon in der Frühgeschichte besiedelt. Vielleicht lebten hier römische Fischer und Latiner Flüchtlinge aus dem nahegelegenen Epidaurus und Slaven, die zum südlichen Meer vorgedrungen waren. Die frische Kraft der slavischen Neusiedler und die Erfahrung der Römer, die von dem immer noch bestehenden Byzanz gestärkt waren, formten eine mittelalterliche Gemeinde nach reinem Mittelmeermuster. Der doppelte Name, das slavische Dubrovnik und das lateinische Ragusium, wie auch die widersprechenden Legenden von der Gründung der Stadt sind nicht naive Er-